Xi, der Grosse

Chinas Parteichef wird in der KP verehrt wie kein Anführer seit Mao Zedong. Peking beteuert, mit Personenkult habe das nichts zu tun.

Jetzt auch ein Führer – wie einst Mao: Arbeiter schauen sich Xis Rede an, mit der er den 19. Parteikongress eröffnete. Foto: AP/Keystone

Kai Strittmatter

Wenn es etwas gibt, worauf die Vertreter des offiziellen China allergisch reagieren, dann ist das der Befund von Beobachtern, um Parteichef Xi Jinping entstehe ein Personenkult. Niemals werde China das erlauben, versicherte kurz nach dem grossen Parteitag der Kommunistischen Partei vergangenen Oktober Xie Chuntao, einer der Leiter der Zentralen Parteischule. China, sagte er unter Anspielung auf den Personenkult um Mao Zedong und dessen verheerende Folgen, habe aus der Geschichte gelernt – «so etwas wird sich nicht wiederholen». Was im Moment zu beobachten sei, seien vielmehr «Respekt und Liebe» der Chinesen für Xi; beides sei «natürlich» und komme «aus dem Herzen».

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