Zum Hauptinhalt springen

USA schicken Helikopter-Träger nach Pakistan

Die USA haben die Zahl ihrer Hilfs-Helikopter in den Flutgebieten Pakistans deutlich erhöht. Die UNO warnt derweil vor gewaltigen Schäden in der Landwirtschaft.

Noch immer sind zahlreiche Felder in Pakistan überflutet, und bald beginnt der Winter. Hier Shah Jamal, 5. September 2010.
Noch immer sind zahlreiche Felder in Pakistan überflutet, und bald beginnt der Winter. Hier Shah Jamal, 5. September 2010.
Keystone
29. August: Die Fluten ausserhalb von Thatta gehen zurück.
29. August: Die Fluten ausserhalb von Thatta gehen zurück.
Keystone
Leute, die von der Flut betroffen sind, demonstrieren in den Strassen von Nowshera gegen die Regierung.
Leute, die von der Flut betroffen sind, demonstrieren in den Strassen von Nowshera gegen die Regierung.
Keystone
1 / 45

Es sei ein Helikopterträger vor die Küste Pakistans geschickt worden, sagte am Mittwoch (Ortszeit) US-Verteidigungsminister Robert Gates in Tampa in Florida. Das erlaube den Einsatz von 19 Helikoptern - «das sind mehr als dreimal so viele wie bisher». Gates zufolge könnte das Hochwasser eine noch grössere Katastrophe für Pakistan bedeuten als das Erdbeben 2005 in Kaschmir, bei dem mehr als 70'000 Menschen starben.

Bisher haben die USA sechs Helikopter in den pakistanischen Katastrophengebieten im Einsatz gehabt, die aus Afghanistan kamen. Mit ihnen wurden nach Angaben des Pentagon bisher etwa 3000 Menschen gerettet und fast 150 Tonnen Hilfsgüter verteilt.

Krankheiten und Hungersnöte

Der UNO zufolge brauchen rund sechs Millionen Flutopfer in Pakistan Soforthilfe nur um zu überleben. Weitere acht Millionen Menschen sind indirekt oder längerfristig von den Überschwemmungen betroffen, bei denen bereits mehr als 1600 Menschen ums Leben kamen.

Die Vereinten Nationen haben die internationale Gemeinschaft um Soforthilfe in Höhe von umgerechnet 353 Millionen Euro für die Flutopfer in Pakistan gebeten. Nothilfekoordinator John Holmes warnte am Mittwoch vor einem deutlichen Anstieg der Totenzahlen durch Krankheit und Hungersnöte, sollten die Gelder nicht schnellstens fliessen.

Weiter rechnet die UNO bei der Flutkatastrophe in Pakistan mit Schäden von mehreren Milliarden Dollar für die Landwirtschaft. Die Zerstörung der Bestände sei gewaltig, sagte ein Uno-Sprecher am Donnerstag. Die Landwirtschaft macht mehr als ein Fünftel der Wirtschaftsleistung des Landes aus, hier arbeitet fast jeder zweite Beschäftigte.

Taliban bieten 20 Millionen

Von der schleppend anlaufenden Unterstützung versuchten die Islamisten im Land zu profitieren. Als schnelle Helfer vor Ort wollen islamistische Organisationen ihren Einfluss im Land ausbauen. Die Taliban forderten die pakistanische Regierung auf, keine Hilfsgelder aus den USA anzunehmen. Die Aufständischen hatten ihrerseits Hilfen für die Flutopfer von 20 Millionen Dollar in Aussicht gestellt.

SDA/sam

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch