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Totalrückzug aus Afghanistan

Trotz schwieriger Sicherheitslage: Bis Ende 2014 werden die ausländischen Truppen aus Afghanistan abziehen und den lokalen Behörden das Kommando überlassen. Dies meldet eine britische Zeitung.

Gelten als schlecht ausgebildet: Afghanische Soldaten auf den Strassen von Kabul.
Gelten als schlecht ausgebildet: Afghanische Soldaten auf den Strassen von Kabul.
afp

Bei der internationalen Afghanistan-Konferenz am Dienstag in Kabul soll laut der britischen Zeitung «The Independent» ein Plan zur vollständigen Übertragung der militärischen Kontrolle an die afghanische Armee bis 2014 verabschiedet werden. Das Blatt beruft sich auf einen Erklärungsentwurf für die Konferenz, der ihm vorliegt. Die internationale Gemeinschaft unterstütze das Ziel Afghanistans Staatschef Hamid Karzai, dass seine Streitkräfte bis Ende 2014 die Einsätze in allen Provinzen des Landes übernähmen, so der «Independent». Während der Übergangsphase sollten die internationalen Truppen ihre Bemühungen fortsetzen, die Sicherheitslage in Afghanistan zu verbessern, und weiter die afghanische Armee «ausbilden, ausrüsten und finanzieren».

UNO-Sondergesandter für Afghanistan, Staffan de Mistura, hatte den Erklärungsentwurf laut «Independent» am Samstag an hohe Diplomaten verschickt. Ein Sprecher des britischen Aussenministeriums wollte den Bericht nicht kommentieren. Die Londoner Regierung hatte den Wunsch formuliert, den Rückzug aus Afghanistan bis zum Ende der Legislaturperiode 2015 zu organisieren. Die USA, der grösste Truppensteller in Afghanistan, wollen ab Juli 2011 mit dem Abzug beginnen. Zumindest für Grossbritannien istd as Datum bestätigt. «Wir haben immer gesagt, dass die afghanischen Sicherheitskräfte bis 2014 die Situation alleine kontrollieren können», sagte der britische Verteidigungsminister Liam Fox zur BBC.

Viele Aussenminister

Unter dem Vorsitz des afghanischen Präsidenten Hamid Karzai und von UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon wollen zahlreiche internationale Regierungsvertreter, darunter der deutsche Aussenminister Guido Westerwelle, US-Chefdiplomatin Hillary Clinton und rund 40 weitere Aussenminister, über die Zukunft Afghanistans beraten. Die Amerikanerin besuchte am Sonntag zunächst das Nachbarland Pakistan. Der britische Entwicklungsminister Andrew Mitchell sagte der BBC, Londons Entwicklungshilfeetat für Afghanistan werde in den kommenden vier Jahren um 40 Prozent von 500 Millionen auf 700 Millionen Pfund steigen.

(AFP)

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