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Obama fordert Rapperin zum Vorsingen auf

«Zeig mal, was du drauf hast», sagt der US-Präsident zu einer jungen Sängerin in Vietnam. Der Plausch ist gleichzeitig ein Signal für Redefreiheit.

«Deshalb muss man zulassen, dass die Leute sich ausdrücken»: US-Präsident Barack Obama an einem Treffen mit vietnamesischen Studenten in Ho-Chi-Minh-Stadt. (25. Mai 2016)

Ho-Chi-Minh-Ärmel hochgekrempelt, volksnah, immer einen lockeren Spruch auf den Lippen: So präsentiert sich US-Präsident Barack Obama seit Jahren bei Treffen mit jungen Leuten auf der ganzen Welt.

Bei seinem letztem Auftritt in Vietnam verschafft er bei einem dieser sogenannten Town Hall Meetings heute sogar einer Rapperin eine Bühne – und das nicht ganz ohne politische Hintergedanken.

Warum zeigst du mir nicht einen kleinen Rap?

Der lockere Plausch von Obama mit der vietnamesischen Rapperin Suboi macht seither im Internet die Runde. Als sie dem US-Präsidenten eine Frage stellen will, gibt dieser ihr mit einer kurzen Beatbox-Einlage einen Beat vor und sagt in Richtung der jubelnden Menge: «Bevor ich deine Frage beantworte, warum zeigst du mir nicht einen kleinen Rap? Zeig mal, was du drauf hast.»

Nach ein paar Reimen der vietnamesischen Hip-Hop-Queen zeigt sich Obama begeistert. Im Gespräch mit ihr zieht er einen weiten Bogen von den Anfängen der Rap-Kultur in den USA bis hin zur von ihm bemängelten fehlenden Meinungsfreiheit in ihrem kommunistisch regierten Heimatland Vietnam – zumindest indirekt.

Stell dir vor, die Regierung hätte «Nein» gesagt

«Stell dir vor, dass damals, als das mit dem Rap anfing, die Regierung «Nein» gesagt hätte, weil die Dinge, die du sagst, beleidigend sind oder die Texte derb, oder du zu viel fluchst», sagte Obama. «Die Verbindung, die wir heute in der Hip-Hop-Kultur auf der ganzen Welt sehen, würde nicht existieren. Deshalb muss man zulassen, dass die Leute sich ausdrücken. Das ist Teil dessen, worum es in der modernen Kultur des 21. Jahrhunderts geht.»

Mit diesen Worten nimmt Obama Abschied von den jungen Leuten und von Vietnam und tritt die Weiterreise nach Japan an.

AP/rub

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