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Nordkorea auf Konfrontationskurs mit den USA

Nordkorea hat am Samstag ein halbes Dutzend ballistischer Testraketen abgefeuert – eine Provokation sondergleichen am Nationalfeiertag der USA.

Das südkoreanische Verteidigungsministerium teilte mit, dass das nordkoreanische Militär zwischen 8.00 Uhr und 16.10 Uhr (Ortszeit) sechs Raketen in Richtung Japanisches Meer abgefeuert habe. Die Raketen hätten wahrscheinlich eine Reichweite von 400 Kilometern, sagte ein Sprecher.

Der öffentliche südkoreanische Radiosender KBS berichtete unter Berufung auf Militärkreise, dass es sich um ballistische Kurzstreckenraketen des Typs Scud gehandelt haben könnte.

Es werde jedoch nicht ausgeschlossen, dass Nordkorea auch Mittelstreckenraketen des Typs Rodong getestet habe, die neben Südkorea auch Japan erreichen können. Deren Reichweite von 1000 bis 1400 Kilometern könnte für die Testreihe gekürzt worden sein.

Die Regierungen Südkoreas und Japans haben die neuen Raketentests als «provokativen Akt» und Verletzung bestehender Uno-Resolutionen verurteilt. Nach dem zweiten nordkoreanischen Atomwaffentest am 25. Mai hatte der Weltsicherheitsrat verschärfte Sanktionen gegen Pyongyang verhängt und das Regime erneut dazu aufgerufen, keine ballistischen Raketen mehr zu testen.

Ballistische Raketen werden nur in der ersten Phase ihres Fluges angetrieben und gesteuert. Nach Beendigung dieser Phase folgen sie ihrer vorher berechneten ballistischen Flugbahn. Je nach Bauart können solche Raketen auch mit atomaren Sprengköpfen bestückt werden.

SDA/mbr

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