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Kim Jong-uns Vertrauter tödlich verunglückt

Kim Yang Gon galt als wichtigster Berater des nordkoreanischen Staatschefs in internationalen sowie interkoreanischen Fragen. Nach offiziellen Angaben starb er bei einem Verkehrsunfall.

afo
«Vertrauenswürdiger Revolutionsgenosse» des Führers: Der nordkoreanische Funktionär Kim Yang Gon (Mitte) bei seiner Ankunft am Flughafen von Incheon, Südkorea. (4. Oktober 2014)
«Vertrauenswürdiger Revolutionsgenosse» des Führers: Der nordkoreanische Funktionär Kim Yang Gon (Mitte) bei seiner Ankunft am Flughafen von Incheon, Südkorea. (4. Oktober 2014)
Kim Do-Hoon, Keystone

Der für die Beziehungen zu Südkorea zuständige Vertreter der nordkoreanischen Führung ist nach offiziellen Angaben tödlich verunglückt. Kim Yang Gon, Mitglied des Politbüros der Kommunistischen Partei Nordkoreas, sei am Dienstagmorgen (Ortszeit) im Alter von 73 Jahren bei einem Verkehrsunfall gestorben, berichtete die Nachrichtenagentur KCNA.

Staatschef Kim Jong Un werde am Donnerstag ein Staatsbegräbnis für den Funktionär leiten. In der KCNA-Meldung wurde Kim Yang Gon als «vertrauenswürdiger Revolutionsgenosse» des Führers bezeichnet, der sein Leben den Bemühungen um eine Wiedervereinigung mit Südkorea gewidmet habe. Kim Yang Gon galt als enger Vertrauter des Staatschefs und als sein wichtigster Berater in internationalen sowie interkoreanischen Fragen. Er war innerhalb der nordkoreanischen Führung zuständig für die Beziehungen zu Südkorea und die Wiedervereinigung. 2007 hatte er massgeblich dazu beigetragen, dass das Gipfeltreffen zwischen dem damaligen nordkoreanischen Staatschef Kim Jong-il und dem damaligen südkoreanischen Präsidenten Roh Moo Hyun zustande kam.

Jahrelanger Konflikt

Nord- und Südkorea befinden sich seit dem Ende des Korea-Kriegs 1953 bis heute formal im Kriegszustand, da kein Friedensabkommen geschlossen wurde. Immer wieder hat es Versuche einer Annäherung zwischen dem kommunistischen Norden und dem westlich orientierten Süden gegeben, aber immer wieder gab es Rückschläge. Das nordkoreanische Atomprogramm und Nordkoreas Raketentests verärgern die Regierung in Seoul. Die Regierung in Pyongyang wirft ihrerseits dem Süden vor, Nordkorea durch gemeinsame Militärmanöver mit den USA zu provozieren.

Südkorea hatte für Januar neue Gespräche auf hochrangiger Ebene vorgeschlagen. Hochrangige Gespräche fanden zuletzt im Februar statt. In der Folge organisierte Nordkorea ein seltenes Treffen zwischen Familienangehörigen, die seit dem Krieg getrennt sind.

(sda / afp)

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