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Karzai will Luftangriffe auf Häuser verbieten

Nach dem Tod von zahlreichen Zivilpersonen reagiert der afghanische Präsident Hamid Karzai. Er will der Nato weitere Luftangriffe auf Wohnhäuser verbieten. Das Bündnis will davon aber nichts wissen.

Angeblich bei einem Nato-Luftangriff ums Leben gekommen: Verwandte trauern um zwei Kinder in der südwestlichen afghanischen Provinz Helmand. (29. Mai 2011)
Angeblich bei einem Nato-Luftangriff ums Leben gekommen: Verwandte trauern um zwei Kinder in der südwestlichen afghanischen Provinz Helmand. (29. Mai 2011)
Keystone

Der jüngste Luftangriff, bei dem eine Gruppe von Frauen und Kindern getötet wurde, sei der letzte gewesen, erklärte Karzai in Kabul. Die Luftangriffe der Nato hätten in der Vergangenheit zu vielen Zivilpersonen das Leben gekostet.

«Von diesem Moment an sind Luftangriffe auf die Häuser von Menschen nicht mehr erlaubt», sagte Karzai. Der Präsident hatte bereits am Vortag den jüngsten Angriff scharf kritisiert und von einer «letzten Warnung» an die Nato und die US-Streitkräfte gesprochen.

Eine Nato-Sprecherin hat Luftangriffe auf Wohnhäuser in Afghanistan als weiterhin notwendig verteidigt und damit einem Verbot des afghanischen Präsidenten Hamid Karzai eine Absage erteilt. Nato-Sprecherin Oana Lungescu sagte, die Allianz nehme Karzais Bedenken sehr ernst und werde weiterhin alles unternehmen, um den Tod von Zivilpersonen zu vermeiden. Alle Angriffe würden zudem mit den afghanischen Streitkräften koordiniert.

Der afghanische Präsident will der Nato weitere Luftangriffe auf Wohnhäuser verbieten. Diese hätten in der Vergangenheit zu vielen Zivilpersonen das Leben gekostet, erklärte Karzai am Dienstag. Der jüngste Luftangriff, bei dem eine Gruppe von Frauen und Kindern getötet wurde, sei der letzte gewesen.

dapd/rub

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