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Japan bereitet seine Abwehrsysteme vor

Der geplante Satellitenstart Nordkoreas Mitte April wird international als Raketentest eingestuft. Japan ist in Alarmbereitschaft.

Sorgen für Unruhe: Neue Satellitenbilder einer Versuchsbasis deuten darauf hin, dass Nordkorea weitere Testtunnel gräbt. (18. April 2012)
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Keystone
Gute Miene trotz Blamage: Kim Jong-un winkt. (13. April 2012)
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AFP
Besorgnis auch in Südkorea: Bei Protesten gegen Nordkoreas geplanten Start einer Langstreckenrakete wird ein Modell mit Kim Jong-un gezündet. (20. März 2012)
Besorgnis auch in Südkorea: Bei Protesten gegen Nordkoreas geplanten Start einer Langstreckenrakete wird ein Modell mit Kim Jong-un gezündet. (20. März 2012)
Reuters
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Im Streit mit Nordkorea wegen des geplanten Starts einer Langstreckenrakete mit einem Satelliten bereitet Japan seine Raketenabwehrsysteme vor. Japans Verteidigungsminister Naoki Tanaka sagte heute, er habe die Vorbereitung des Einsatzes von Boden-Luft-Raketen und von Kriegsschiffen mit Abwehrraketen an Bord angeordnet. Die Raketen sollen eingesetzt werden, wenn Japan davon ausgeht, dass von der von Nordkorea abgefeuerten Langstreckenrakete eine Gefahr für das Land ausgeht.

Das wegen seines Atomprogramms mit internationalen Sanktionen belegte Nordkorea hatte vor einer Woche erklärt, zwischen dem 12. und 16. April eine Langstreckenrakete mit einem Beobachtungssatelliten in den Weltraum schiessen zu wollen. Den Angaben zufolge ist der Start zu Ehren des hundertsten Geburtstags des verstorbenen Staatsgründers Kim Il-sung gedacht.

Beim letzten Mal kein Zwischenfall

Südkorea, Japan und die USA verurteilten den geplanten Raketenstart umgehend als Provokation. Es handle sich um einen Verstoss gegen die Resolutionen des UNO-Sicherheitsrats, die Pyongyang den Start von Langstreckenraketen jeder Art untersagten. Die Staaten sehen in dem angeblichen Satellitenstart faktisch einen Raketentest.

Die Rakete könnte auch japanisches Territorium überfliegen. Um sie tatsächlich abzuschiessen, wäre eine Anweisung von Japans Regierungschef Yoshihiko Noda nötig. Als Nordkorea zuletzt im April 2009 eine Langstreckenrakete getestet hatte, hatte Japan ebenfalls seine Abwehrsysteme aktiviert. Die Systeme wurden aber nicht eingesetzt, es kam zu keinem Zwischenfall.

AFP/rbi

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