Zum Hauptinhalt springen

Der Sturm auf Thailands Ministerien geht weiter

In Bangkok zogen rund 5000 Demonstranten durch das Regierungsviertel. «Besetzt alle öffentlichen Verwaltungen», forderte ihr Anführer Suthep Thaugsuban. Mehrere Verwaltungen blieben heute geschlossen.

Immer wieder detonieren Sprengsätze: Demonstranten brechen nach einer Explosion die Tür eines beschädigten Gebäudes auf. (17. Januar 2014)
Immer wieder detonieren Sprengsätze: Demonstranten brechen nach einer Explosion die Tür eines beschädigten Gebäudes auf. (17. Januar 2014)
Keystone
Die Demonstrationen halten an: Protestierende in Bangkok. (17. Januar 2014)
Die Demonstrationen halten an: Protestierende in Bangkok. (17. Januar 2014)
AP Photo/Sakchai Lalit, AFP
Dem Ex-Regierungschef Thaksin Shinawatra wird vorgeworfen, aus dem Exil die Fäden zu ziehen: Demonstranten schwingen die thailändische Nationalflagge. (25. November 2013)
Dem Ex-Regierungschef Thaksin Shinawatra wird vorgeworfen, aus dem Exil die Fäden zu ziehen: Demonstranten schwingen die thailändische Nationalflagge. (25. November 2013)
Damir Sagolj, Reuters
1 / 14

Die Massenproteste gegen die Regierung in Thailand gehen weiter. Von Anführern mit Megafonen angepeitscht zogen am Mittwochmorgen rund 5000 Demonstranten durch das Regierungsviertel. Sie wollten die Ministerien für Arbeit, Industrie, Wissenschaft, Handel und öffentliche Gesundheit lahmlegen, indem sie Beamten den Zutritt verwehren.

«Besetzt alle öffentlichen Verwaltungen», forderte Wortführer Suthep Thaugsuban in der Nacht vor Anhängern im teilweise besetzten Finanzministerium. Er forderte freie Wahlen ohne Stimmenkauf sowie ein Ende aller Korruption und die Dezentralisierung der Macht. Die Opposition will mit allen Mitteln die Arbeit der Regierung zum Erliegen bringen und so Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra zum Rücktritt zwingen.

Finanzministerium ist das Hauptquartier

Mehrere Ministerien blieben geschlossen oder wurden besetzt. Das Finanzministerium, das die Demonstranten am Montag erstürmt hatten, ist offenbar das Hauptquartier der Proteste, von wo aus sich auch der Demonstrationszug in Bewegung setzte.

Die Demonstranten fordern den Rücktritt der Ministerpräsidentin. Die Opposition wirft Yingluck vor, nur eine Marionette ihres im Exil lebenden Bruders Thaksin Shinawatra zu sein, der 2006 durch einen Militärputsch abgesetzt worden war.

Amnestiegesetz startete die Protestbewegung

Am Wochenende hatte es mit mindestens 100'000 Teilnehmern die grössten Proteste von Thaksin-Gegnern in Bangkok seit Jahren gegeben. Yingluck rief zur Ruhe auf und bot an, mit den Protestführern zu verhandeln.

Die Protestkampagne gegen die Regierung begann im Oktober, nachdem die Regierung versucht hatte, ein umstrittenes Amnestiegesetz durchzubringen. Dabei ging es um Straffreiheit für alle, die in gewalttätige Unruhen seit 2004 verwickelt waren. Die oppositionelle Demokratische Partei befürchtete, mit dem Gesetz könnte für den ehemaligen Ministerpräsidenten Thaksin der Weg für eine Rückkehr aus dem Exil geebnet werden. Der Senat stoppte den Gesetzentwurf.

sda/AP/chk

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch