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China: Geheimnis um verschollenen Vizepräsidenten angeblich gelüftet

Xi Jinping war wochenlang von der Bildfläche verschwunden. Sogar US-Aussenministerin Hillary Clinton bemühte sich vergeblich um ein Treffen. Gemäss einem Bericht ist seine Rückkehr für morgen geplant.

Verschwunden seit Tagen: Xi Jinping in Peking am 29. August 2012.
Verschwunden seit Tagen: Xi Jinping in Peking am 29. August 2012.
AFP

Chinas künftiger starker Mann sorgt weiterhin für Spekulationen. Xi Jinping, der als sicherer Nachfolger von Staats- und Parteichef Hu Jintao gilt, ist seit dreizehn Tagen nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen worden. Wie die Agentur Reuters nun meldet, soll Vizepräsident Xi Jinping morgen zum ersten Mal wieder in der Öffentlichkeit auftreten. Wie Reuters unter Berufung auf regierungsnahe Quellen schreibt, soll Xi sich von einer Rückenverletzung erholen. Er habe sich auf Empfehlung der Ärzte hin ausgeruht und in physiotherapeutische Behandlung begeben.

Zuletzt waren Treffen des 59-Jährigen mit US-Aussenministerin Hillary Clinton oder der dänischen Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt ohne Begründung abgesagt worden. Die Woche davor hatte Xi noch kurzfristig Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel empfangen.

Regierungswechsel im Oktober

Der chinesische Aussenminister Yang Jiechi hatte die Medien zwar gebeten, unnötige Spekulationen über Xi zu vermeiden. Doch die Gerüchte wurden auch dadurch weiter angefacht, dass das Parteiorgan «Volkszeitung» am Dienstag eine Rede abdruckte, die der 59-Jährige bereits am 1. September auf der Parteischule in Peking gehalten hatte. Dazu stellte das Blatt ein Foto des Vizepräsidenten.

Mitte Oktober wird auf dem 18. Parteitag die seit zehn Jahren regierende kommunistische Führung um den 69-jährigen Staats- und Parteichef Hu Jintao abtreten. Xi Jinping soll dann an der Spitze der neuen «fünften Führungsgeneration» das Ruder übernehmen.

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