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Burmas Militärjunta festigt ihre Macht

Der derzeitige Ministerpräsident in Burma, Thein Sein, wird der nächste Präsident des Landes. Über die Zukunft des bisherigen Machthabers Than Shwe wird intensiv spekuliert.

Der neue Mann an der Spitze: Burmas künftiger Präsident Thein Sein (links).
Der neue Mann an der Spitze: Burmas künftiger Präsident Thein Sein (links).
Keystone

Ein aus Parlamentariern und von der Militärjunta ausgewählten Offizieren zusammengesetztes Gremium stimmte am Freitag für den 65-Jährigen Thein Sein, wie aus offizieller Quelle verlautete. Der General im Ruhestand, der 47 Jahre in der Armee diente, soll in den kommenden Wochen eine neue Regierung bilden. Der Schritt, mit dem die Militärjunta ihre Macht festigen will, war in den vergangenen Tagen erwartet worden.

Über die Zukunft des bisherigen Machthabers und Junta-Chefs Than Shwe wurde zunächst nichts bekannt. Der General führt Burma seit 1992 mit harte Hand. Während bisher aus Burma verlautete, er werde sich zurückziehen, gehen Analysten davon aus, dass der General zumindest im Hintergrund weiterhin eine wichtige Rolle spielen wird.

«Disziplinierte Demokratie»

Im November hatte die Militärjunta erstmals seit 20 Jahren ein neues Parlament wählen lassen. Der Urnengang wurde als Schritt auf dem Weg zu einer «disziplinierten Demokratie» präsentiert. Oppositionskandidaten waren zugelassen, allerdings hielt die Militärjunta die Zügel fest in der Hand. Von dem Urnengang ausgeschlossen war die inzwischen aus jahrelangem Hausarrest freigelassene Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, deren Nationale Liga für Demokratie (NLD) die letzten freien Wahlen 1990 gewonnen hatte.

AFP/jak

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