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Zahlungsunfähigkeit der USA: Countdown läuft

Am Spitzentreffen zur US-Schuldenkrise haben sich Barack Obama und die Opposition nicht einigen können. Nun wird es eng. Binnen zehn Tagen muss eine Lösung her. Sonst droht den USA ein Zahlungsausfall.

Der Versuch von US-Präsident Barack Obama, mit den Republikanern eine Lösung im Streit über die Staatsverschuldung zu finden, endete schon nach 75 Minuten erfolglos. (Video: Reuters)

Ein Spitzentreffen zur US-Schuldenkrise im Weissen Haus ist gestern ohne grundlegende Annäherung zu Ende gegangen. Sowohl US-Präsident Barack Obama als auch eine Gruppe von acht hochrangigen US-Abgeordneten betonten aber, sie würden weiterhin auf eine Lösung vor dem 2. August dringen.

Bis zu dieser Frist muss die Schuldenobergrenze angehoben werden, um eine Zahlungsunfähigkeit der USA zu vermeiden. Die Republikaner kritisieren die vom Weissen Haus geplanten Steuererhöhungen zur Reduzierung des Haushaltsdefizits, die Demokraten im Kongress stellen sich gegen Obamas Pläne, Regierungshilfen für Senioren und Arme zu kürzen.

«Wir müssen»

Die Abgeordneten würden sich so lange jeden Tag im Weissen Haus treffen, bis eine Einigung erzielt sei, teilten Regierungsvertreter mit. Präsident Obama hatte vor dem Treffen erklärt, er und die Verhandler des US-Kongresses müssten sich binnen zehn Tagen auf ein Paket zur Reduzierung des Haushaltsdefizits einigen, um die Frist noch zu erreichen. Auf die Frage, ob er und der Kongress sich in zehn Tagen einigen könnten, sagte Obama: «Wir müssen.»

Am Tag vor dem Treffen hatte der republikanische Präsident des Repräsentantenhauses, John Boehner, einem von Obama angestrebten vier Billionen Dollar schweren Paket zur Reduzierung des Haushaltsdefizits eine Absage erteilt und erklärt, er halte nur etwa die Hälfte davon für machbar.

Lagarde warnt vor Folgen

Die neue Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, warnte vor «wirklich üblen Folgen» für den Fall, dass die Obergrenze nicht angehoben werde. In einem Interview des Senders ABC sagte sie steigende Zinsen, fallende Aktienkurse und Gefahr für die Stabilität der Weltwirtschaft voraus.

dapd/wid

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