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Wusste Trump vom Russen-Treffen seines Sohnes?

Sein Ex-Anwalt behauptet, Donald Trump habe das Treffen von Don Jr. mit einer russischen Anwältin gebilligt. Der US-Präsident hält dagegen.

Trump verneint, vom Treffen mit der russischen Anwältin gewusst zu haben. (26. Juli 2018)
Trump verneint, vom Treffen mit der russischen Anwältin gewusst zu haben. (26. Juli 2018)
Reuters

Nach Angaben seines ehemaligen Anwalts hat US-Präsident Donald Trump von einem Treffen zwischen hochrangigen Vertretern seines Wahlkampfteams und einer russischen Anwältin im Juni 2016 bereits vorher gewusst. Nach US-Medienberichten vom Donnerstag war Michael Cohen anwesend, als der Sohn des Präsidenten, Donald Trump Jr., seinem Vater von einem entsprechenden Angebot berichtet habe. Trump hatte das Treffen demnach gutgeheissen.

Trumps Schwiegersohn Jared Kushner, sein Sohn Donald Jr. und sein damaliger Wahlkampfleiter Paul Manafort hatten sich fünf Monate vor der Präsidentschaftswahl 2016 im Trump Tower in New York mit der russischen Anwältin Natalia Weselnizkaja verabredet. Weselnizkaja hatte Informationen der russischen Regierung angeboten, welche angeblich die Präsidentschaftskandidatin der US-Demokraten, Hillary Clinton, belasteten.

Der US-Präsident, sein Sohn, seine Anwälte und weitere Regierungsmitglieder hatten stets behauptet, Trump habe von dem Treffen erst erfahren, als Medien im Juli 2017 darüber berichteten. Am Freitag wiederholte der US-Präsident seine Aussagen auf Twitter. «Ich wusste NICHT vom Treffen mit meinem Sohn Don Jr.», schrieb Trump auf dem Kurznachrichtenportal. «Es scheint, als würde jemand Geschichten erfinden.»

Nach Angaben des Nachrichtensenders CNN fehlen Cohen die Beweise, etwa Tonaufnahmen, für seine Behauptungen. Der Anwalt sei allerdings bereit, seine Aussage gegenüber dem FBI-Sonderermittler Robert Mueller zu wiederholen, wie die Sender CNN und NBC mit Verweis auf anonyme Quellen berichteten.

Schweigegeld für «Playboy»-Model?

Mueller untersucht die mutmasslichen Einmischungen Moskaus in den US-Präsidentschaftswahlkampf im Jahr 2016. Der Sonderermittler hat bereits 31 Menschen angeklagt, darunter zwölf russische Geheimdienstmitarbeiter.

Gegen Cohen, einst ein enger Vertrauter Trumps, wird unter anderem wegen möglicher Schweigegeldzahlungen, die gegen US-Wahlkampffinanzierung verstossen haben könnten, ermittelt. Erst am Dienstag hatte CNN Aufnahmen eines Gesprächs zwischen dem Anwalt und dem damaligen Präsidentschaftskandidaten Trump veröffentlicht, in dem beide über mögliche Schweigegeldzahlungen an das Ex-«Playboy»-Model Karen McDougal diskutieren. McDougal hatte nach eigener Schilderung in den Jahren 2006 und 2007 eine Affäre mit Trump.

AFP/hvw

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