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«Wenn es sein muss, kämpfe ich auch als Yankee»

Im Süden der USA sind Bürgerkriegsspiele ein beliebtes Hobby. Sie zeigen die Kluft, die sich bis heute durch das Land zieht.

US-Bürger werfen sich in die Schlacht, als wärs 1864 am Cedar Creek. Foto: Den Guy (Getty)
US-Bürger werfen sich in die Schlacht, als wärs 1864 am Cedar Creek. Foto: Den Guy (Getty)

Der Krieg beginnt in aller Herrgottsfrühe, in den Bäumen hängt noch der Mond. Die Soldaten nesteln im Dunkeln an ihren Uniformen und Waffen herum, ziehen Riemen straff und rücken Tornister zurecht. Dann schultern sie ihre Gewehre und marschieren los, vorbei an einigen Kavalleristen, die ihre Pferde satteln. «Kavallerie», sagt Hauptmann Mark Greiner mit einer Mischung aus Verachtung und Verzweiflung: «Man versucht, sie sinnvoll einzusetzen, aber meistens verschwindet sie dann einfach im Gefecht.» Die Männer stampfen über ein abgeerntetes Erdnussfeld auf ein Wäldchen zu, der Boden ist weich wie Wolle. Irgendwo da draussen wartet der Feind.

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