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USA und Kanada erhöhen Druck auf Peking

Die beiden Staaten aus Nordamerika verlangen die «sofortige Freilassung» zweier Kanadier in China.

«Willkürliche Massnahme»: Chrystia Freeland richtet deutliche Worte an Peking. (14. Dezember 2018)
«Willkürliche Massnahme»: Chrystia Freeland richtet deutliche Worte an Peking. (14. Dezember 2018)
Shawn Thew, Keystone

Washington und Ottawa erhöhen im Fall der in China festgehaltenen kanadischen Bürger den Druck auf Peking. Mit nahezu wortgleichen Erklärungen richteten sich die Aussenministerien aus den USA und Kanada am Freitagabend an die chinesische Regierung und verlangten die «sofortige Freilassung» der beiden Männer.

Kanadas Aussenministerin Chrystia Freeland und US-Aussenamtssprecher Robert Palladino äusserten sich «zutiefst besorgt» über die Festnahmen Anfang vergangener Woche. Freeland sprach von einer «willkürlichen» Massnahme.

Der ehemalige Diplomat Michael Kovrig und der in China lebende Unternehmensberater Michael Spavor waren am 10. Dezember in der Volksrepublik festgenommen worden. Nach Einschätzung von Beobachtern war die Festnahme der beiden Kanadier offenbar eine Vergeltungsaktion der chinesischen Behörden für die Festsetzung der chinesischen Spitzenmanagerin Meng Wanzhou in Kanada.

Die Finanzchefin des chinesischen Technologiekonzerns Huawei war am 1. Dezember in Vancouver festgenommen worden. Inzwischen wurde sie gegen Zahlung einer Kaution und unter strengen Auflagen freigelassen. Das Verfahren zu ihrer Auslieferung an die USA läuft noch.

Ottawa weist auf Washington

Die chinesische Führung nennt Mengs Festnahme politisch motiviert. Ottawa bestreitet das und verweist auf den Haftbefehl der USA. Washington wirft der Unternehmerin Verstösse gegen die Iran-Sanktionen vor und fordert ihre Auslieferung.

Die USA und Kanada betonten in ihren Erklärungen vom Freitag, Meng werde in Kanada ein «faires, unvoreingenommenes und transparentes Verfahren» garantiert. Ihr Land sei ein Rechtsstaat, der seine internationalen Verpflichtungen wie das Auslieferungsabkommen mit den USA achte, betonte Freeland.

AFP/fal

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