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USA machten in Benghazi schwere Fehler

Drei Monate nach dem Anschlag auf das US-Konsulat in Libyen folgt scharfe Kritik am US-Aussenministerium: Laut einem Bericht haben Fehler zu mangelhafter Sicherheit geführt. Clinton zeigt sich einsichtig.

Spontaner Akt aufgebrachter Demonstranten oder Terroranschlag? John Boehner, Sprecher des Repräsentantenhauses, informiert die Medien über den neuen Untersuchungsausschuss zur Benghazi-Attacke. (
Spontaner Akt aufgebrachter Demonstranten oder Terroranschlag? John Boehner, Sprecher des Repräsentantenhauses, informiert die Medien über den neuen Untersuchungsausschuss zur Benghazi-Attacke. (
Reuters
Beim Angriff am 11. September kamen vier US-Bürger ums Leben: Ein abgebranntes Gebäude auf dem Gelände des US-Konsulats in Benghazi. (12. September 2012)
Beim Angriff am 11. September kamen vier US-Bürger ums Leben: Ein abgebranntes Gebäude auf dem Gelände des US-Konsulats in Benghazi. (12. September 2012)
AFP
Die Regierung von US-Präsident Barack Obama war nach dem Vorfall in Benghazi im eigenen Land scharf kritisiert worden: Aussenministerin Hillary Clinton.
Die Regierung von US-Präsident Barack Obama war nach dem Vorfall in Benghazi im eigenen Land scharf kritisiert worden: Aussenministerin Hillary Clinton.
AFP
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Ein Untersuchungsbericht zu dem tödlichen Angriff auf das US-Konsulat in Benghazi hat schwere Sicherheitsmängel rund um die diplomatische Mission in Libyen moniert. Die Sicherheitsvorkehrungen zur Abwehr solcher Angriffe seien zutiefst «unzureichend» gewesen, hiess es in dem Bericht einer vom US-Aussenministerium eingesetzten Kommission, aus dem das Ministerium Teile veröffentlichte.

So sei das Personal schlecht ausgestattet gewesen und man habe sich auf bewaffnete «jedoch schlecht ausgebildete» örtliche Milizen verlassen. Forderungen, das Botschaftspersonal in Benghazi sowie in der libyschen Hauptstadt Tripolis zu verstärken, seien «ignoriert» worden, hiess es in dem Bericht weiter.

29 Empfehlungen ausgesprochen

Drei Monate lang hatten die Mitglieder der unabhängigen Kommission die Umstände der Attacke vom 11. September untersucht. Bei dem Angriff waren vier US-Bürger getötet worden, darunter Botschafter Chris Stevens. Vor der Erstürmung des Konsulats habe es indes keine Hinweise auf eine Bedrohung gegeben, hiess es in dem Bericht.

Die Kommission sprach in dem Bericht laut US-Aussenministerin Hillary Clinton 29 Empfehlungen zur Verbesserung der Lage aus. Sie habe jede einzelne akzeptiert, erklärte sie. So gebe es etwa bereits Pläne, hunderte zusätzliche Mitglieder der US-Marine zur Unterstützung des Personals an sämtlichen US-Botschaften zu entsenden.

Scharfe Kritik

Ein als geheim eingestufter Teil des Berichts wurde am Dienstag an die beiden Kammern des US-Kongresses weitergeleitet. Am Mittwoch sollten Gespräche der Kommissionsmitglieder mit Abgeordneten hinter verschlossenen Türen stattfinden.

Die Regierung von US-Präsident Barack Obama war nach dem Vorfall in Benghazi im eigenen Land scharf kritisiert worden, weil sie den Angriff erst nach mehreren Tagen als Terrorakt eingestuft hatte. Vor allem Obamas UN-Botschafterin Susan Rice stand im Mittelpunkt der Kritik, weil sie die Attacke zunächst als Protest gegen ein islamfeindliches Video und nicht als Terrorangriff dargestellt hatte.

sda/AFP/chk/wid

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