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UNO verlangen von den USA eine Erklärung

Nach dem es der NSA gelungen ist, auch die UNO-Zentrale in New York auszuspionieren, stellen die Vereinten Nationen nun die USA zur Rede. Das US-Aussenministerium will sich nicht öffentlich äussern.

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Verlangt diplomatischen Schutz: UNO-Zentrale in New York. (Archivbild)
Verlangt diplomatischen Schutz: UNO-Zentrale in New York. (Archivbild)
Keystone

Nach einem Bericht des deutschen Nachrichtenmagazins «Der Spiegel» über einen US-Spionageangriff auf die New Yorker UNO-Zentrale verlangen die Vereinten Nationen eine Erklärung von der US-Regierung. Der Schutz der diplomatischen Missionen sei «im Völkerrecht wohl etabliert».

Zu diesen gehörten auch die Gebäude der UNO und anderer internationaler Organisationen, sagte UNO-Sprecher Farhan Haq am Montag. «Wir erwarten daher von den Mitgliedsstaaten, dass sie entsprechend handeln, um die Unverletzlichkeit der diplomatischen Missionen zu schützen», sagte Haq.

Über diplomatische Kanäle antworten

Eine Sprecherin des US-Aussenministeriums sagte auf Anfrage, die Regierung in Washington werde ihren «Partnern und Verbündeten in der Welt über diplomatische Kanäle antworten, wenn sie Sorgen ausdrücken». Zugleich betonte sie, die USA schätzten die UNO und arbeiteten mit ihr zusammen.

Der «Spiegel» hatte am Sonntag unter Berufung auf Dokumente des US-Whistleblowers Edward Snowden berichtet, dem US-Geheimdienst NSA sei es im Sommer 2012 gelungen, in die interne UNO-Videokonferenzanlage einzudringen und die Verschlüsselung zu knacken.

NSA hörte auch EU-Vertretungen ab

Laut «Spiegel» geht aus den Dokumenten zudem hervor, dass die EU-Vertretung bei der UNO auch nach deren Umzug in neue Räume im September 2012 ausspioniert wurde. Die Unterlagen enthielten Lagepläne inklusive IT-Infrastruktur und Serversystem der EU-Mission.

Den Angaben zufolge hörte die NSA die EU-Vertretungen mit Wanzen ab, kopierte Festplatten in New York und infiltrierte zudem das Computernetzwerk der EU-Mission in Washington.

(SDA)

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