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Trump ruft Journalist an – dieser twittert live

«Trump ist immer noch am Telefon»: Der US-Präsident informierte persönlich zwei Reporter über den Rückzug von Trumpcare.

Am Samstag ist Donald Trump 100 Tage im Amt.
Am Samstag ist Donald Trump 100 Tage im Amt.
Carolyn Kaster, Keystone
Ernster Blick, miese Umfragewerte: Die Unzufriedenheit über die Regierungsarbeit des US-Präsidenten wächst. Donald Trump am 19. März 2017 in Washington D.C.
Ernster Blick, miese Umfragewerte: Die Unzufriedenheit über die Regierungsarbeit des US-Präsidenten wächst. Donald Trump am 19. März 2017 in Washington D.C.
AP Photo/Alex Brandon
Nach Trumps Willen soll Mexiko die gigantische Anlage an der 3200 Kilometer langen Grenze finanzieren. Die mexikanische Regierung lehnt dies jedoch strikt ab: Blick auf den Grenzzaun in Tijuana.
Nach Trumps Willen soll Mexiko die gigantische Anlage an der 3200 Kilometer langen Grenze finanzieren. Die mexikanische Regierung lehnt dies jedoch strikt ab: Blick auf den Grenzzaun in Tijuana.
Guillermo Arias, AFP
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Anders als bei vielen anderen Themen hat US-Präsident Donald Trump den Rückzug der Abstimmung über den republikanischen Entwurf des Gesundheitsgesetzes nicht auf Twitter verkündet – sondern zum Telefonhörer gegriffen. Reporter der «The Washington Post» und «The New York Times» berichteten, Trump habe sie am Freitag persönlich angerufen.

Einer der Journalisten der «The Washington Post», Robert Costa, schrieb auf Twitter fast live mit, was ihm der Präsident sagte. «Präsident Trump hat mich gerade angerufen. Er ist immer noch am Telefon. ‹Wir haben es gerade zurückgezogen›, sagt er mir», twitterte Costa. Die Anrufe an Costa und Maggie Habermann von der «The New York Times» waren unerwartet – wettert Trump doch sonst regelmässig über die seiner Ansicht nach miserable Berichterstattung der beiden Zeitungen.

Während des Telefoninterviews twitterte Costa immer weiter. «Ich mache Paul dafür nicht verantwortlich, sagt mir Trump», schrieb Costa. Der republikanische Vorsitzende im Repräsentantenhaus, Paul Ryan, hatte sich nach dem Scheitern des Entwurfs enttäuscht geäussert.

«The Times»-Reporterin Haberman äusserte sich nur kurze Zeit später ebenfalls auf Twitter über den Anruf des US-Präsidenten. «TRUMP sagt mir im Interview, dass das die Schuld der Demokraten ist und dass er erwartet, dass sie bereit wären zu verhandeln, wenn Obamacare ‹explodiert›.»

Trump habe bei dem Anruf eher untypische Disziplin an den Tag gelegt, indem er sagte, die Demokraten hätten ihn hängen gelassen. Es war nicht das erste Interview Habermans mit Trump. Sie hatte kurz nach seiner Amtseinführung ein Stück über sein Leben im Weissen Haus verfasst.

Habermann äusserte auch einen Blick auf das, was nun noch kommen könnte, auf Twitter: «Trump wird dieses Wochenende nicht wegfahren. Er war sehr diszipliniert am Telefon. Die grosse Frage ist, was nun passiert, wenn er im Weissen Haus sitzt und sich die Berichterstattung über seine grosse Schlappe anschaut.»

AP/chk

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