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Trump nennt Moderatorin «dummes Blondchen»

Im Anschluss an die Fernsehdebatte teilte Donald Trump gegen die US-Journalistin Megyn Kelly aus. Trump wurde daraufhin von einem Republikaner-Treffen ausgeladen.

Hat keine Zeit für politische Korrektheit: Der Milliardär Donald Trump in Cleveland. (6.8.2015)
Hat keine Zeit für politische Korrektheit: Der Milliardär Donald Trump in Cleveland. (6.8.2015)
Mandel Ngan, AFP

Nach der Fernsehdebatte der republikanischen US-Präsidentschaftsbewerber gibt es weiter Wirbel um sexistische Äusserungen von Milliardär Donald Trump. Der Kandidat teilte im Anschluss an die Sendung kräftig gegen die Moderatorin Megyn Kelly aus, die ihn während der Debatte nach früheren Beleidigungen gegen Frauen gefragt hatte.

Trump sagte dem Sender CNN, Kelly sei nicht sehr stark und nicht sehr intelligent. «Ich respektiere sie nicht als Journalistin.» Er nannte die Journalistin ein Leichtgewicht. Zu ihren Fragen während der Fernsehdebatte sagte Trump: «Aus ihren Augen kam Blut, Blut lief überall aus ihr heraus.» Ein Tweet auf Trumps Konto, der Kelly als «dummes Blondchen» titulierte, wurde allerdings bald wieder gelöscht.

Kelly hatte Trump während der Sendung nach Bezeichnungen wie «Hündin», «fett» und «ekelhaft» gefragt, mit denen der Milliardär Frauen beschimpft habe. Trump sollte auf Fragen der Moderatorin selbst einschätzen, ob solche Wörter das Temperament eines Mannes zeigten, den die Amerikaner zum Präsidenten wählen sollten. In der Debatte tat Trump dies ab und sagte, er habe eben keine Zeit für «totale politische Korrektheit».

Trump von Republikaner-Konferenz ausgeladen

Wegen des Streits zog der konservative Kommentator Erick Erickson eine Einladung an Trump für einen Auftritt an einem bedeutenden Republikaner-Treffen, dem Redstate Gathering, zurück. «Ich will niemanden auf der Bühne haben, der auf eine feindselige Frage einer Dame sofort vermutet, dies sei hormonell bedingt», schrieb Erickson auf der Webseite seiner Organisation RedState. Trumps Wahlkampfteam reagierte trotzig. «Das ist ein weiteres Zeichen der Schwäche durch politische Korrektheit.» Dass er vom Treffen ausgeladen wurde, schien Trump aber doch schwer zu wurmen. «Ich vermisse euch alle, und danke für all eure Unterstützung», schrieb er in einer Twitter-Botschaft. Und: «Politische Korrektheit bringt unser Land um.»

Die einzige weibliche Präsidentschaftsanwärterin der Republikaner, Carly Fiorina, twitterte daraufhin: «Mr. Trump. Es. Gibt. Keine. Entschuldigung.» Später fügte sie hinzu: «Ich unterstütze @megynkelly.» Ähnlich äusserte sich der republikanische Präsidentschaftskandidat Scott Walker in einem Tweet. Der republikanische Bewerber Mike Huckabee forderte auf CNN eine Entschuldigung von Trump.

(sda / afp)

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