Trump mobbte Sessions bis zum Rücktritt

Seit eineinhalb Jahren wurde der US-Justizminister vom Präsidenten öffentlich und harsch kritisiert. Weshalb er trotzdem so lange durchhielt.
Wurde von Donald Trump während Monaten wegen den Russland-Ermittlungen kritisiert: US-Justizminister Jeff Sessions gibt sein Amt auf.(Video: AFP)

Vielleicht ist Jeff Sessions sogar ein wenig erleichtert darüber, dass seine Zeit im Kabinett nun ein Ende hat. Denn es war eine Leidenszeit – seit rund eineinhalb Jahren wurde der US-Justizminister regelmässig vom Präsidenten heruntergeputzt.

Donald Trump gab Sessions eine erhebliche Mitschuld daran, dass er einen Sonderermittler zur Affäre um möglicherweise illegale Russland-Kontakte am Hals hat. Und er zog auch immer wieder öffentlich über seinen Minister her.

Insofern war es allenfalls vom Zeitpunkt her eine Überraschung, dass Trump am Tag nach den Kongress- und Regionalwahlen den Rauswurf von Sessions bekanntgab. «Wir danken dem Justizminister für seine Dienste und wünschen ihm alles Gute!» schrieb Trump am Mittwoch in einer lapidaren Twitter-Botschaft. Dass Sessions nicht freiwillig ging, wurde aus seinem Schreiben an den Präsidenten deutlich: «Auf Ihren Wunsch hin reiche ich meinen Rücktritt ein», hiess es darin.

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