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Trump erwägt massiven Truppenabzug aus Afghanistan

Tausende US-Soldaten könnten in ihre Heimat zurückgeschickt werden: Die Zahl der Streitkräfte soll offenbar halbiert werden.

US-Streitkräfte im Einsatz in Afghanistan: US-Präsident Donald Trump soll das Verteidigungsministerium bereits angewiesen haben, den Truppenabzug einzuleiten. (Archivbild) Capt. Brian Harris, U.S. Army via AP
US-Streitkräfte im Einsatz in Afghanistan: US-Präsident Donald Trump soll das Verteidigungsministerium bereits angewiesen haben, den Truppenabzug einzuleiten. (Archivbild) Capt. Brian Harris, U.S. Army via AP

US-Präsident Donald Trump denkt laut über eine deutliche Reduzierung der Truppen in Afghanistan nach. Dies sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen am Donnerstag zur Nachrichtenagentur Reuters. Gleichzeitig meldet dies die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf US-Regierungskreise. Auch der Fernsehsender CNN und die «New York Times» berichteten von entsprechenden Plänen der Trump-Administration.

Das «Wall Street Journal» meldete am Donnerstagabend (Ortszeit) unter Berufung auf nicht näher genannte Regierungsbeamte, etwa die Hälfte der 14'000 US-Soldaten in Afghanistan solle abgezogen werden. US-Präsident Donald Trump habe das Verteidigungsministerium bereits angewiesen, den Truppenabzug einzuleiten.

Minister nimmt seinen Hut

Das Verteidigungsministerium wollte sich nicht dazu äussern. Der US-Präsident Donald Trump habe schon seit langem vorgehabt, US-Truppen aus Afghanistan abzuziehen, hatte sich jedoch von seinem Verteidigungsminister James Mattis davon überzeugen lassen, die Zahl der Soldaten dort zunächst noch aufzustocken. Den Berichten zufolge schlägt Trump nun wieder seinen ursprünglichen Kurs ein.

Die USA hatten am Mittwoch angekündigt, ihre rund 2000 Soldaten aus Syrien abzuziehen. In Regierungskreisen hiess es, der Abzug sei in den kommenden Monaten zu erwarten. Trump hatte das Ende des militärischen Engagements in Syrien damit begründet, dass die Extremistenorganisation IS besiegt sei.

Dieser Entscheid stiess bei Verbündeten im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) auf viel Unverständnis und ist auch in den USA höchst umstritten. Am Donnerstag kündigte US-Verteidigungsminister Jim Mattis seinen Rücktritt auf Februar 2019 an.

SDA

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