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«Time» kürt Obama zur Person des Jahres

Bereits nach seiner ersten Wahl ins Weisse Haus zierte Barack Obama das Titelblatt des Magazins «Time». Allen Misserfolgen zum Trotz sieht die Redaktion Obama heute als «Architekten des neuen Amerika».

Als Baumeister eines neuen Amerikas ist US-Präsident Barack Obama erneut zur «Person des Jahres» gekürt worden. Das US-Magazin «Time» verlieh ihm nun nach 2008 zum zweiten Mal den Titel. Die USA seien derzeit von «historischen kulturellen und demografischen Veränderungen» betroffen, schrieb die Zeitschrift am Mittwoch auf ihrer Internetseite. Obama sei dabei «der Architekt dieses neuen Amerikas». Dem 51-Jährigen sei es gelungen, aus einer Schwäche eine Chance zu machen.

«Wir haben eine schwierige Zeit durchgemacht», räumte Obama kürzlich in einem «Time»-Interview ein. «Das amerikanische Volk war zu Recht frustriert angesichts des Tempos des Wandels, dass die Wirtschaft noch immer kämpft, und dass dieser Präsident, den wir gewählt haben, nicht perfekt ist.» Und dennoch habe er Rückendeckung bekommen. Die Wiederwahl sei wohl «ein befriedigenderer Sieg als 2008».

Auch Mursi und Cook in Auswahl

«Time» gab die Entscheidung für Obama, der im November als Präsident der USA wiedergewählt wurde, in der «Today»-Show des US-Fernsehsenders NBC bekannt. In die engere Auswahl im Rennen um den Titel «Person des Jahres» 2012 hatten es unter anderem der ägyptische Präsident Mohammed Mursi, Apple-Chef Tim Cook und die pakistanische Friedensaktivistin Malala Yousafzai geschafft. Das Mädchen, das durch sein Engagement für das Recht pakistanischer Mädchen auf Bildung Bekanntheit erlangt hatte, war im Oktober von den Taliban auf dem Heimweg von der Schule in den Kopf geschossen und schwer verletzt worden.

Im vergangenen Jahr ging der Titel an keine bekannte Einzelperson, sondern an «den Demonstranten». Als «Person des Jahres» würdigt «Time» Menschen oder Gegenstände, die im vergangenen Jahr Kultur und Medienberichterstattung in besonderem Masse beeinflusst haben. Den Titel erhielten auch schon Expräsident George W. Bush, der Sänger Bono und US-Notenbankchef Ben Bernanke.

dapd/mw

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