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Rebellenführer trotz Waffenruhe getötet

Die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens Farc riefen auf, die Feindseligkeiten 30 Tage zu stoppen. Einer ihrer Anführer, Diego Tabares, kam trotzdem bei einer Offensive der Armee ums Leben.

Wollten einen einmonatigen Waffenstillstand: Die kolumbianischen Farc-Rebellen. (Archivbild)
Wollten einen einmonatigen Waffenstillstand: Die kolumbianischen Farc-Rebellen. (Archivbild)
Keystone

Ungeachtet der von der Farc-Guerilla verkündeten Waffenruhe hat die kolumbianische Armee am Wochenende eine Offensive gestartet. Im Südwesten des Landes töteten Sicherheitskräfte den Farc-Kämpfer Diego Fernando Tabares alias Lucho oder Andrés, wie die Regierung am Sonntag mitteilte.

Tabares soll demnach für ein gescheitertes Attentat auf den damaligen Innenminister Fernando Londoño im vergangenen Jahr verantwortlich gewesen sein. Ein Leibwächter und ein Fahrer waren bei dem Angriff getötet worden.

Nach Angaben der Polizei plante Tabares weitere Anschläge in der Provinz Cauca sowie in der Hauptstadt Bogotá. Die Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (Farc) hatten eine einseitige Waffenruhe ausgerufen, die am Sonntag begann. Alle Kampfeinheiten wurden aufgerufen, für 30 Tage die Feindseligkeiten einzustellen.

Zwischen der kolumbianischen Regierung und der marxistisch geprägten Guerillaorganisation laufen seit einem Jahr Friedensgespräche. Präsident Juan Manuel Santos lehnte einen Waffenstillstand während der Verhandlungen ab.

Die Farc gründeten sich 1964 im Kampf gegen Grossgrundbesitzer und sind die grösste Guerilla in Kolumbien mit derzeit noch rund 8000 Kämpfern. Im Konflikt mit Regierungstruppen und Paramilitärs wurden in den vergangenen fünf Jahrzehnten bis zu 600'000 Menschen getötet. Etwa drei Millionen weitere wurden vertrieben.

(AFP)

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