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Ranghoher Republikaner will Trump nicht mehr verteidigen

Der republikanische Präsident des US-Repräsentantenhauses Paul Ryan wendet sich vom Präsidentschaftskandidaten ab. Sein Fokus gelte nun dem Kongress.

Der republikanische Vorsitzende im US-Repräsentantenhaus Paul Ryan will Präsidentschaftskandidat Donald Trump nicht mehr verteidigen. Er werde die verbleibenden vier Wochen bis zur US-Wahl am 8. November dazu nutzen, die Mehrheit seiner Partei im Repräsentantenhaus zu verteidigen, sagte Ryan heute nach Angaben aus Parteikreisen in einer Telefonkonferenz mit republikanischen Abgeordneten.

Trump ist abermals in Misskredit gefallen, weil vor wenigen Tagen ein Video aus dem Jahr 2005 veröffentlicht wurde, in dem er sich sexistisch über Frauen äussert. Viele Republikaner rückten daraufhin von ihm ab, weil sie befürchten, dass Trump ihre Chancen auf eine Wiederwahl ruinieren könnte.

Trump reagiert gereizt

Donald Trump hat gereizt auf die Ankündigung des mächtigsten Republikaners in den USA reagiert. «Paul Ryan sollte mehr Zeit damit verbringen, den Haushalt auszugleichen, sich um Jobs und illegale Einwanderung kümmern und seine Zeit nicht damit vergeuden, den republikanischen Kandidaten zu bekämpfen», schrieb Trump heute über den Kurzmitteilungsdienst Twitter.

Clintons Vorsprung im zweistelligen Bereich

Gemäss einer neuen Umfrage verlor Trump nach der Veröffentlichung des heimlichen Mitschnitts der Videos aus dem Jahr 2005, in dem er auch mit sexuellen Zudringlichkeiten gegenüber Frauen prahlt, nochmals drastisch an Boden.

Clinton lag demnach bei 46 Prozent, Trump sackte auf 35 Prozent ab. Ausserdem sagten 49 Prozent, sie wünschten sich die Kontrolle der Demokraten über den Kongress, nur 42 Prozent plädierten für die Republikaner. Die Umfrage des Fernsehsenders NBC News und der Zeitung «Wall Street Journal» fand allerdings noch vor dem TV-Duell statt.

Buffett kontert Trumps Steuervorwürfe

Der Investor Warren Buffett hat Anschuldigungen von Donald Trump zurückgewiesen, in grossem Stil von US-Steuergesetzen zugunsten von Reichen profitiert zu haben. 2015 habe er auf ein Bruttoeinkommen von 11,6 Millionen Dollar 1,8 Millionen an Bundessteuern gezahlt, teilte Buffett am Montag mit.

Grund für den relativ geringen Steuersatz sei, dass er gemeinnützige Spendengelder in Höhe von insgesamt 3,5 Millionen Dollar abgesetzt habe.

Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Trump hatte Buffett am Vorabend im Fernsehduell mit seiner Rivalin Hillary Clinton von den Demokraten vorgeworfen, «massive Steuerabschreibungen» für sich auszunutzen. Trump selbst steht im Verdacht, dank gesetzlicher Schlupflöcher für Immobilien-Unternehmer über Jahre überhaupt keine Steuern auf Bundesebene gezahlt zu haben.

SDA/nag

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