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Papst Franziskus startet grosse Südamerika-Reise

Bei seinem ersten Besuch in Lateinamerika macht der Papst in Ecuador, Bolivien und Paraguay Halt. Sein Heimatland Argentinien steht nicht auf dem Programm.

Letzte Etappe der Südamerika-Reise: Papst Franziskus beim Empfangszeremonie mit Paraguays Präsident Horacio Cartes. (10. Juli 2015)
Letzte Etappe der Südamerika-Reise: Papst Franziskus beim Empfangszeremonie mit Paraguays Präsident Horacio Cartes. (10. Juli 2015)
Cesar Olmedo, Keystone
Papst Franziskus erhält im Präsidentenpalast in Asunción ein Dress der paraguayischen Fussball-Nationalmannschaft.
Papst Franziskus erhält im Präsidentenpalast in Asunción ein Dress der paraguayischen Fussball-Nationalmannschaft.
PRESIDENCY OF PARAGUAY, Keystone
Ein Mann hält eine Pappfigur in die Höhe, während er am Strassenrand in Quito auf Papst Franziskus wartet.
Ein Mann hält eine Pappfigur in die Höhe, während er am Strassenrand in Quito auf Papst Franziskus wartet.
EPA / Robert Puglla, Keystone
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Papst Franziskus traf gestern zu seiner ersten grossen Südamerika-Reise in Quito, Ecuador ein. Staatschef Rafael Correa empfing den Papst auf dem Flughafen Mariscal Sucre.

Der Wind wehte Franziskus noch an der Flugzeugtür das Scheitelkäppchen vom Kopf. Der Papst reagierte mit einem Lächeln. Seinen Besuch begann er mit einer Aufforderung zum Dialog. «In der Gegenwart können wir im Evangelium die Schlüssel finden, die es uns möglich machen, uns den aktuellen Herausforderungen zu stellen, indem wir die Unterschiede schätzen, den Dialog und die Beteiligung ohne Ausgrenzungen fördern», sagte der Papst.

Dabei sei besonders auf die Schwächsten und die am meisten verletzlichen Minderheiten zu achten. Dies sei eine Schuld, die ganz Lateinamerika noch trage, sagte Franziskus, in Anspielung auf Correas Anprangerung der Ungleichheiten in der Region.

Ecuadors Präsident hatte die soziale Frage als das Grundproblem Lateinamerikas bezeichnet. Für die Armut in der Region seien «perverse politische, soziale und wirtschaftliche Systeme» verantwortlich, sagte Correa vor dem Papst.

Auf dem 45 Kilometer langen Weg vom Flughafen zur Nuntiatur wechselte der Papst von einem geschlossenen Wagen ins offene Papamobil, um die zahlreichen Menschen am Strassenrand beim Vorbeifahren besser grüssen zu können.

Neunte Auslandsreise

Am Montag ist als erster Höhepunkt der neunten Auslandsreise des 78-Jährigen eine Messe in der Pazifikmetropole Guayaquil vorgesehen. Zur Messe am Dienstag in Quito werden bis zu zwei Millionen Menschen erwartet. Der achttägige Besuch in drei Ländern soll Franziskus von Ecuador aus weiter nach Bolivien und Paraguay führen.

In Bolivien will er in Santa Cruz de la Sierra eine Messe halten und auch die Haftanstalt Palmasola besuchen, in der knapp 5000 Häftlinge leben. In Paraguay stehen zwei Messen und ein Jugendtreffen auf dem Programm. Seine Heimat Argentinien besucht der Papst voraussichtlich erst nächstes Jahr nach der Präsidentenwahl. Neben der Staatschefin Cristina Fernández de Kirchner werden aber in Paraguay zum Papstbesuch mehrere Hunderttausend Argentinier erwartet. Am 13. Juli kehrt Franziskus nach Rom zurück.

SDA/ij

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