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Niederlage der US-Demokraten scheint unabwendbar

Gemäss Prognosen dürften die Republikaner bei den US-Kongresswahlen besser abschneiden als die Demokraten. Dies, weil sich vor allem eine bestimmte Gruppe von Wählern mobilisieren lässt.

Eine Niederlage bei den Kongresswahlen scheint unvermeidlich: US-Präsident Barack Obama.
Eine Niederlage bei den Kongresswahlen scheint unvermeidlich: US-Präsident Barack Obama.
AFP

Zwei Wochen vor den US-Kongresswahlen sagen Umfragen eine klare Niederlage für das Regierungslager von Präsident Barack Obama voraus. Vermutlich verlieren die Demokraten am 2. November die Mehrheit in der Abgeordnetenkammer.

Nach einer Umfrage des «Wall Street Journal» unter Wählern sprachen sich 50 Prozent für die Republikaner aus, lediglich 43 Prozent für die Demokraten.

Der Abstand zwischen beiden Parteien habe sich im letzten Monat deutlich vergrössert. «Es ist unwahrscheinlich, dass die demokratische Mehrheit im Abgeordnetenhaus bestehen bleibt», sagt ein Experte.

Ältere und Republikaner wählen häufiger

Der Umfrage zufolge sind die Republikaner deutlich stärker motiviert. Auch seien Ältere mehr an den Wahlen interessiert als jüngere Menschen, was ebenfalls den Republikanern zugute kommen dürfte.

Am motiviertesten sind die Anhänger der rechts-populistischen «Tea-Party-Bewegung»: 82 Prozent unter ihnen halten die Wahl für sehr wichtig und werden damit vermutlich wählen gehen.

Laut der Umfrage ist die Stimmung unter Amerikanern schlecht: 59 Prozent sind der Ansicht, das Land sei auf einem falschen Weg. Lediglich 37 Prozent erwarten, dass sich die Wirtschaft in den nächsten zwölf Monaten erholt. Die generelle Unzufriedenheit, hohe Arbeitslosigkeit sowie Ängste vor einem «Niedergang Amerikas» gelten seit längerem als wahlentscheidend.

Obamas Reformpolitik ist auf Republikaner angewiesen

Bei den Wahlen geht es darum, ob Obama weiterhin eine parlamentarische Mehrheit hat und seine Reformpolitik fortsetzen kann. Sollte er nur in einer der beiden Kammern verlieren, braucht er für jedes Gesetz die Zustimmung der Republikaner.

Allerdings gehören herbe Verluste für einen US-Präsidenten in den «Midterm-Elections», den Wahlen in der Mitte der vierjährigen Amtszeit, beinahe zur Regel. Nicht selten erholen sich die Präsidenten von ihrer Niederlage auch wieder.

SDA/miw

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