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Michelle Bachelet will ein anderes Chile

Die künftige Präsidentin Chiles verspricht, vom neoliberalen Modell abzurücken und für mehr soziale Gerechtigkeit zu sorgen. Die Erwartungen an die Kinderärztin sind hoch – vielleicht zu hoch.

Bei der Stichwahl um das Präsidentenamt in Chile erringt die gemässigte Sozialistin Michelle Bachelet einen historischen Sieg. Mit 62 Prozent der Stimmen erzielt sie das beste Ergebnis bei einer Präsidentenwahl seit der Rückkehr des südamerikanischen Landes zur Demokratie im Jahr 1989. (15. Dezember 2013)
Bei der Stichwahl um das Präsidentenamt in Chile erringt die gemässigte Sozialistin Michelle Bachelet einen historischen Sieg. Mit 62 Prozent der Stimmen erzielt sie das beste Ergebnis bei einer Präsidentenwahl seit der Rückkehr des südamerikanischen Landes zur Demokratie im Jahr 1989. (15. Dezember 2013)
Ivan Alvardo, Reuters
Zehntausende Anhänger feiern in Santiago de Chile den deutlichen Wahlsieg von Bachelet, die der sozialen Ungleichheit in Chile den Kampf ansagt. Zudem kündigt Bachelet «grundlegende Reformen» an. (15. Dezember 2013)
Zehntausende Anhänger feiern in Santiago de Chile den deutlichen Wahlsieg von Bachelet, die der sozialen Ungleichheit in Chile den Kampf ansagt. Zudem kündigt Bachelet «grundlegende Reformen» an. (15. Dezember 2013)
Sebastian Silva/EPA, Keystone
Bachelet unterhält sich mit ihrem Nachfolger und Vorgänger im Amt des Staatspräsidenten, dem rechtskonservativen Politiker Sebastián Piñera (rechts). Bild: Amtsübergabe von Bachelet an Piñera vor knapp vier Jahren. (11. März 2010)
Bachelet unterhält sich mit ihrem Nachfolger und Vorgänger im Amt des Staatspräsidenten, dem rechtskonservativen Politiker Sebastián Piñera (rechts). Bild: Amtsübergabe von Bachelet an Piñera vor knapp vier Jahren. (11. März 2010)
Ian Salas/EPA, Keystone
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Michelle Bachelet, man kann es nicht anders sagen, ist ein politischer Superstar. Sie war die erste Frau an der Spitze des chilenischen Verteidigungsministeriums und die erste Präsidentin des südamerikanischen Landes. 2010 beendete sie ihr Amt mit einer Popularität von 84 Prozent, und am Sonntag ist sie nach einer von der Verfassung erzwungenen vierjährigen Unterbrechung mit einem Glanzresultat wiedergewählt worden – auch dies hat seit Chiles Rückkehr zur Demokratie niemand geschafft. Die 62-jährige Kinderärztin erreichte einen Stimmenanteil von 62 Prozent, während ihre konservative Gegnerin Evelyn Matthei 38 Prozent erhielt.

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