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«Jeden Tag verlieren Eltern ihre Kinder»

Donald Trumps Migrationspolitik hat am Freitag Hunderte Menschen auf die Strasse getrieben. Sie werfen der Regierung vor, Verbrechen zu begehen.

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Protestierten gegen Trumps Migrationspolitik: Menschen in San Antonio, Texas. (Video: Tamedia/AFP)

In der USA sind am Freitag hunderte Menschen gegen die Trennung von illegal eingewanderten Eltern und ihren Kindern auf die Strasse gegangen. Die Demonstranten versammelten sich vor dem Justizministerium in Washington und riefen «Familien gehören zusammen».

Auch in New York haben die Menschen gegen Trumps Politik protestiert: «Beendet die Trennung von Familien» verlangen diese Demonstranten. (1. Juni 2018)
Auch in New York haben die Menschen gegen Trumps Politik protestiert: «Beendet die Trennung von Familien» verlangen diese Demonstranten. (1. Juni 2018)
Justin Lane, Keystone
«Wie würden Sie sich fühlen, wenn sie Ihr Kind verlieren würden», fragt Adrienne Michaels an einer Demonstration in Florida.
«Wie würden Sie sich fühlen, wenn sie Ihr Kind verlieren würden», fragt Adrienne Michaels an einer Demonstration in Florida.
Wilfredo Lee/AP, Keystone
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Die Menschenrechtsorganisationen, die zu der Demonstration aufgerufen hatten, warfen der US-Regierung vor, mit der Trennung von Einwanderer-Familien gegen die Menschenrechte zu verstossen und Kinder aus politischen Gründen zu traumatisieren. US-Justizminister Jeff Sessions hatte im vergangenen Monat eine «Null Toleranz»-Politik gegenüber Menschen angekündigt, die aus Mexiko illegal in die USA einwandern. Diese beinhaltet auch, illegal Eingewanderte und ihre Kinder zu trennen. Inzwischen hat die Regierung bestätigt, dass seit Oktober schon hunderte Familien getrennt wurden.

«Abschreckungspolitik»

Damit habe Washington eine «Notlage» verursacht, sagte Jessica Morales von der Organisation We Belong Together (Wir gehören zusammen), die sich für die Rechte von Einwanderern einsetzt. «Jeden Tag werden Kinder ihren Eltern entrissen», fügte sie hinzu. Die Regierung müsse diese Abschreckungspolitik «sofort beenden». Gustavo Torres von der Einwandererorganisation Casa warf der Regierung vor, sich «unmoralisch» zu verhalten und ein «Verbrechen» zu begehen.

Die Bürgerrechtsorganisation Aclu hat bereits eine Klage gegen die Regelung eingereicht, die sich vor allem gegen Einwanderer aus armen zentralamerikanischen Ländern wie El Salvador, Guatemala und Honduras richtet. «Familien zu trennen, ist nicht nur grausam und unnötig - es ist Folter», erklärte die Organisation.

Mit der Trennung von Einwanderer-Familien setzt die Regierung von US-Präsident Donald Trump ihren harten Kurs gegen Migranten fort. Die illegale Einwanderung, die Trump für Kriminalität und Gewalt in den USA verantwortlich macht, ist ein zentrales Thema seiner Präsidentschaft.

(SDA)

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