Zum Hauptinhalt springen

Israelischer Spion könnte nach 30 Jahren Haft freikommen

Die Haftstrafe des Spions Jonathan Pollard könnte zur Bewährung ausgesetzt werden. Die Affäre Pollard belastet die Beziehung zwischen Israel und den USA bis heute.

Free Pollard: Israelis demonstrieren in Jerusalem für Pollards Freilassung. (19. März 2013) Foto: EPA/Abir Sultan
Free Pollard: Israelis demonstrieren in Jerusalem für Pollards Freilassung. (19. März 2013) Foto: EPA/Abir Sultan

Der seit 30 Jahren in den USA inhaftierte israelische Spion Jonathan Pollard könnte bald auf freien Fuss kommen. Im November könne seine Haftstrafe zur Bewährung ausgesetzt werden, teilte das US-Justizministerium am Freitag mit.

Ein Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats betonte, die zuständige Bewährungskommission werde über den Fall gemäss den gängigen Verfahren entscheiden. Eine mögliche Freilassung stehe in keinerlei Zusammenhang mit aussenpolitischen Erwägungen. Er widersprach damit Spekulationen, wonach eine Entlassung Pollards ein politisches Zugeständnis der USA sein könnte, um die Spannungen mit Israel wegen des Atomabkommens mit dem Iran abzubauen.

Nationalheld

Die Beziehungen zwischen den USA und Israel werden durch die Affäre um Pollard bis heute belastet. Der in den USA geborene Spion hatte beim Geheimdienst der US-Kriegsmarine als zivil angestellter Analyst Zugang zu hoch brisanten Unterlagen.

Von Mai 1984 bis zu seiner Verhaftung im November 1985 übergab er dem israelischen Mossad viele tausend Dokumente mit US-Spionagematerial aus dem arabischen Raum. 1987 wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt. In Israel, dessen Staatsbürgerschaft Pollard 1996 erhielt, geniesst er den Status eines Nationalhelden.

SDA/hae

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch