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«Ich muss vor Gefängniswärtern nackt strammstehen»

Bradley Manning wird in ein neues Gefängnis verlegt. In seinem bisherigen Gefängnis soll der Wikileaks-Informant regelmässig schikaniert worden sein.

Der in US-Militärhaft sitzende mutmassliche Wikileaks-Informant Bradley Manning wird in ein anderes Gefängnis im Bundesstaat Kansas verlegt. Er sitzt seit Juli vergangenen Jahres in Virginia ein und wartet auf seinen Prozess.

Manning hatte sich unlängst über Schikanen in der Haft beklagt. Er werde gezwungen, sich jeden Abend komplett auszuziehen. «Ich muss vor Gefängniswärtern nackt strammstehen», sagte Manning.

«Unmenschliche Behandlung»

Auch die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hatte von «unmenschlicher Behandlung» Mannings gesprochen. Der frühere Sprecher des US-Aussenministeriums, Philip Crowley, musste im März nach kritischen Bemerkungen über die Behandlung Mannings gar zurücktreten.

Das Pentagon wies die Vorwürfe strikt zurück. Manning werde nicht anders behandelt als andere Häftlinge. Die Militärstaatsanwaltschaft wirft dem Gefreiten Manning mehr als 20 Anklagepunkt vor – darunter ist nach US-Medienberichten auch der Vorwurf der «Kollaboration mit dem Feind». Im Falle einer Verurteilung droht dem Gefreiten die Todesstrafe.

Die Militärstaatsanwaltschaft habe aber bereits klargemacht, dass sie die Höchststrafe nicht fordern wolle, heisst es. Die Veröffentlichung vertraulicher Diplomatendepeschen durch die Enthüllungsplattform Wikileaks stellte für die US-Regierung eine erhebliche Peinlichkeit dar.

SDA/mrs

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