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Hollande besucht Obama – allein

Nach der Trennung von seiner Lebenspartnerin Valérie Trierweiler reiste der französische Staatspräsident François Holland ohne Begleitung in die USA. Kollege Barack Obama empfing ihn auf dem Landsitz Monticello.

Michelle und Barack Obama (rechts) halten für ihren Staatsgast aus Frankreich ein Bankett ab. (11. Februar 2014)
Michelle und Barack Obama (rechts) halten für ihren Staatsgast aus Frankreich ein Bankett ab. (11. Februar 2014)
Reuters
Barack Obama (links) und François Hollande toasten sich zu und tauschen Freundlichkeiten aus. (11. Februar 2014)
Barack Obama (links) und François Hollande toasten sich zu und tauschen Freundlichkeiten aus. (11. Februar 2014)
Keystone
«Historische Partnerschaft»: Hollande und Obama am Rande des G-8-Gipfels in Camp David im Mai 2012.
«Historische Partnerschaft»: Hollande und Obama am Rande des G-8-Gipfels in Camp David im Mai 2012.
AFP
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US-Präsident Barack Obama hat seinen französischen Kollegen François Hollande zum Staatsbesuch in den Vereinigten Staaten begrüsst. Die beiden Spitzenpolitiker besuchten zum Auftakt am Montag den Landsitz Monticello des dritten US-Präsidenten Thomas Jefferson.

Beim Besuch in Charlottesville im US-Bundesstaat Virginia scherzten die Staatschefs über den amerikanisch-französischen Handel von 1803, als Frankreich unter Napoleon das Louisiana-Territorium (zwei Millionen Quadratkilometer, die sich heute 13 Bundesstaaten teilen) an die USA verkaufte.

«Das war ein gutes Schnäppchen», sagte Obama bei dem Ausflug. «Heute bitten wir um gar nichts», erwiderte Hollande mit Bezug auf den damaligen Kaufpreis von 15 Millionen Dollar.

Für Dienstag ist der feierliche Empfang Hollandes mit militärischen Ehren im Weissen Haus geplant. Nach Gesprächen beider Präsidenten und einer Pressekonferenz soll am Abend ein Staatsbankett mit vielen hochkarätigen Gästen stattfinden. Hollande bleibt bis Mittwochabend in den USA.

Betonung der verbesserten Beziehungen

In einem gemeinsam Beitrag für die «Washington Post» und «Le Monde» lobten beide Präsidenten die Partnerschaft ihrer Länder. «Vor einem Jahrzehnt hätten sich wenige die Zusammenarbeit unserer beiden Länder so eng in so vielerlei Hinsicht vorgestellt», hiess es in dem Artikel. Fortschritte habe es etwa beim iranischen Atomprogramm, dem Syrien-Konflikt oder bei Einsätzen in Mali und anderen afrikanischen Staaten gegeben.

Die bilateralen Beziehungen hatten 2003 einen Dämpfer erhalten, als der damalige US-Präsident George W. Bush vom französischen Präsidenten Jacques Chirac eine Absage beim US-geführten Irak-Krieg erhielt.

2011 schienen die Spannungen vergessen, als die USA und Frankreich im Schulterschluss gegen Libyens Machthaber Muammar al-Ghadhafi vorgingen. Die Militäraktion wurde dann von der Nato geführt.

Hollande ohne Begleitung

Die Einladung zu einem richtigen Staatsbesuch sei ein «Signal an das französische Volk, dass dies eine unserer grundlegenden Beziehungen in der Welt ist», sagte ein US-Regierungsbeamter am Montag. Allerdings ist Hollande der erste französische Präsident seit 50 Jahren, der während eines Staatsbesuches nicht vor dem Kongress spricht. Das Weisse Haus gab einen Terminengpass als Begründung an.

Zuletzt war mit Nicolas Sarkozy 2011 ein französischer Präsident in die USA, aber das war kein formeller Staatsbesuch. 2007, als das Weisse Haus unter Bush ein Abendessen für Sarkozy gab, war er gerade von seiner Ehefrau geschieden. Zu diesem Staatsbankett wird Hollande ohne Begleitung kommen, nachdem er sich kürzlich von seiner langjährigen Lebensgefährtin Valérie Trierweiler getrennt hat.

SDA/chk

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