Zum Hauptinhalt springen

Durchsichtiger Rucksack stösst Parkland-Schülern sauer auf

Zurück aus ihren Frühlingsferien wurden die Schüler der Stoneman Douglas High School in Parkland mit einem neuen Accessoire ausgestattet.

Die 3000 Schüler der High School in Parkland müssen seit Wochenbeginn durchsichtige Rücksäcke tragen. (3. April 2018)
Die 3000 Schüler der High School in Parkland müssen seit Wochenbeginn durchsichtige Rücksäcke tragen. (3. April 2018)
John McCall/South Florida Sun-Sentinel, Keystone
Nach dem Massaker an der Schule im US-Bundesstaat Florida stossen diese neue Sicherheitsmassnahmen bei vielen Schülern auf wenig Gegenliebe.
Nach dem Massaker an der Schule im US-Bundesstaat Florida stossen diese neue Sicherheitsmassnahmen bei vielen Schülern auf wenig Gegenliebe.
John McCall/South Florida Sun-Sentinel, Keystone
Schüler schrieben in sozialen Netzwerken unter Anspielung auf die laxen Waffengesetze, diese Massnahmen seien ja gut und schön - man solle sich aber besser auf das Wesentliche konzentrieren, statt Schulen in Gefängnisse zu verwandeln.
Schüler schrieben in sozialen Netzwerken unter Anspielung auf die laxen Waffengesetze, diese Massnahmen seien ja gut und schön - man solle sich aber besser auf das Wesentliche konzentrieren, statt Schulen in Gefängnisse zu verwandeln.
John McCall/South Florida Sun-Sentinel, Keystone
1 / 4

Nach dem Massaker an einer High School in Parkland im US-Bundesstaat Florida stossen neue Sicherheitsmassnahmen bei vielen Schülern auf wenig Gegenliebe. Die 3000 Schüler der Schule müssen seit Wochenbeginn durchsichtige Rücksäcke tragen.

So sollen mitgeführte Waffen schneller erkannt werden können. Ein Ex-Schüler hatte am 14. Februar 17 Menschen an der High School erschossen. «Verletzung der Privatsphäre», twitterte eine Schülerin zu den neuen Rucksäcken. Eine andere schrieb ironisch, das Plastik sei fast so transparent wie die Politik der Waffenlobby NRA.

Zur Pflicht, diese Rucksäcke zu tragen, kommen weitere Massnahmen wie Taschenkontrollen und ein sichtbar zu tragender Ausweis. Ausserdem wird über Metalldetektoren nachgedacht. Der Schulbezirk Broward hat die Massnahmen durchgesetzt. Sie gelten nicht im ganzen Bundesstaat.

Schüler schrieben in sozialen Netzwerken unter Anspielung auf die laxen Waffengesetze, diese Massnahmen seien ja gut und schön – man solle sich aber besser auf das Wesentliche konzentrieren, statt Schulen in Gefängnisse zu verwandeln.

«Meine Lunch-Papiertüte wurde kontrolliert», schrieb Schülerin Christy Ma. «Eine Frau hat mein Sandwich gecheckt und festgestellt: keine Bedrohung.»

Tampons im Rucksack

Ein Schüler hat besonders originell auf das neue Accessoire reagiert: Er postete auf Twitter ein Bild seines durchsichtigen Rucksacks, der mit Tampons gefüllt ist. Dazu bemerkte er, dass er gerade neue Dinge über die Gesundheit von Frauen lerne. «Dieses Zeug ist teuer. Schritte, die unternommen werden müssen, um diese Gesundheitsprodukte leichter zugänglich zu machen», schrieb er weiter.

Seit der Attacke auf die Schule hat sich in den USA eine breite Schülerbewegung formiert, die sich für ein schärferes Waffenrecht einsetzt. Geschehen ist bisher so gut wie nichts.

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch