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Die Milchkuh liegt im Sterben

Der grösste Ölkonzern Lateinamerikas warnt vor einer Pleite. Da die Einnahmen den Grossteil des Staatshaushalts von Venezuela finanzieren, könnte der Fall das Land mit den grössten Reserven in den Abgrund reissen.

Symbol der Krise: Der Turm des David in Caracas wurde geplant, als der Ölmarkt eine goldene Zukunft versprach. Das Gebäude ist heute noch im Rohbau. key
Symbol der Krise: Der Turm des David in Caracas wurde geplant, als der Ölmarkt eine goldene Zukunft versprach. Das Gebäude ist heute noch im Rohbau. key
Keystone

Im Zoo verhungern die Löwen. In einem Hospital werden Neugeborene in Pappkartons aufbewahrt. Und in einem Gefängnis sollen zwei Gefangene von Mithäftlingen getötet worden sein, damit ihr Fleisch gegessen werden kann. Venezuela und seine Horrornachrichten nehmen kein Ende.

Wer in Caracas landet, erlebt die abenteuerlichsten Zustände – so werden auf Friedhöfen selbst die Grabsteine geraubt, um sie im Land mit der weltweit höchsten Inflation zu Geld zu machen. Und alle fragen sich: Wo soll das enden? Der Schlüssel für Besserung oder endgültige Katastrophe liegt bei der Lebensversicherung des Landes, beim Ölkonzern Petroleos de Venezuela (PDVSA): Die Öleinnahmen machen bis zu zwei Drittel des Staatshaushalts aus, 95 Prozent der Exporte entfallen auf Öl und Gas.

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