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Castro kritisiert US-Delegation in Kuba

Kubas Präsident will, dass die Annäherung zwischen seinem Land und den USA schneller vorangeht. Er fordert ein Ende des Embargos – und mehr Respekt.

«Enorme wirtschaftliche Schäden»: Kubas Präsident Raúl Castro bei einem Besuch in Costa Rica. (28. Januar 2015)
«Enorme wirtschaftliche Schäden»: Kubas Präsident Raúl Castro bei einem Besuch in Costa Rica. (28. Januar 2015)
Keystone

Der kubanische Präsident Raúl Castro hat von der US-Regierung ein Ende des Wirtschaftsembargos gegen sein Land gefordert. Die jüngste Annäherung der beiden seit langem verfeindeten Staaten ergebe sonst keinen Sinn, sagte er am Mittwoch.

«Die Handels- und Finanzblockade verursacht enorme wirtschaftliche Schäden und verstösst gegen internationales Recht», sagte der kubanische Staatschef beim Gipfel der Gemeinschaft der lateinamerikanischen und karibischen Staaten (Celac) in Costa Rica.

Der sozialistische Karibikstaat und die Vereinigten Staaten hatten Mitte Dezember überraschend die Normalisierung ihrer Beziehungen nach mehr als 50 Jahren diplomatischer Eiszeit angekündigt. Die Verhandlungen dazu wurden in der vergangenen Woche in Havanna aufgenommen. Sie sollen bald in Washington fortgesetzt werden.

«Keine Ratschläge in inneren Angelegenheiten»

Ein genauer Termin für die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen sowie die Eröffnung regulärer Botschaften in Washington und Havanna steht noch nicht fest. Vor allem die Frage der Menschenrechte erschwert die Verhandlungen. Castro verbat sich eine Einmischung der USA in die inneren Angelegenheiten Kubas.

Die US-Delegation hatte sich am Rande der Gespräche in Kuba auch mit Dissidenten getroffen. «Unsere US-Partner sollten keine Kontakte zu der kubanischen Gesellschaft aufnehmen, als ob es in Kuba keine souveräne Regierung gebe», sagte der Staatschef. Seine Regierung bedürfe keiner Ratschläge in inneren Angelegenheiten.

(SDA)

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