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Buttigieg und Sanders trennen nur 2000 Stimmen

Das Endergebnis der Vorwahl in Iowa macht klar, dass es die Demokraten bisher nicht geschafft haben, ihre Anhänger gegen Donald Trump zu mobilisieren.

«Das sind fantastische Neuigkeiten»: Tage nach der Chaos-Wahl in Iowa gibt es ein Ergebnis – und Pete Buttigieg hält seinen Vorsprung. Foto: AP Photo (Andrew Harnik)
«Das sind fantastische Neuigkeiten»: Tage nach der Chaos-Wahl in Iowa gibt es ein Ergebnis – und Pete Buttigieg hält seinen Vorsprung. Foto: AP Photo (Andrew Harnik)

Mit mehrtägiger Verzögerung hat die Demokratische Partei im US-Bundesstaat Iowa das Ergebnis ihrer Vorwahl bekannt gegeben. Danach haben die Präsidentschaftsbewerber Pete Buttigieg und Bernie Sanders bei der Wahl am Montag praktisch gleich abgeschnitten. Sanders gewann in den Bürgerversammlungen, den Caucuses, in der zweiten, endgültigen Abstimmungsrunde hatte er etwa 2000 Stimmen mehr als Buttigieg.

In Iowa werden die Stimmenanteile jedoch in sogenannte Delegiertenäquivalente umgerechnet. Das führt dazu, dass am Ende Buttigieg mit 26,2 zu 26,1 Prozent vor Sanders lag. Allerdings gibt es immer noch Zweifel daran, dass alle Wahlbezirke tatsächlich korrekte Wahlergebnisse gemeldet haben.

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In politischer Hinsicht endet die Vorwahl in Iowa so mit zwei Gewinnern, deren Siege jedoch von sehr unterschiedlichem Wert sind. Sanders, der linkspopulistische Senator aus Vermont, ging als Favorit in die Wahl. Er hat also knapp erreicht, was er erreichen musste, um die Erwartungen nicht zu enttäuschen.

Buttigieg hingegen, der moderatere, junge Ex-Bürgermeister aus Indiana, hat einen spektakulären Überraschungserfolg errungen. Das dürfte ihm starken Rückenwind für die Vorwahl nächste Woche in New Hampshire geben. Seine Umfragewerte sind bereits kräftig gestiegen, auch wenn Sanders im Durchschnitt immer noch vorne liegt. Gelitten hat unter Buttigiegs rasantem Aufstieg vor allem Joe Biden, der frühere Vizepräsident, der in Iowa nur einen enttäuschenden vierten Platz belegt.

Ebenfalls enttäuschend war offenbar die Wahlbeteiligung. Parteivertreter hatten erwartet, das besonders viele Demokraten zu den Versammlungen kommen würden – angetrieben vom Zorn auf Donald Trump und entschlossen, einen guten demokratischen Gegenkandidaten für die Wahl im November auszusuchen. Prognosen sahen die Beteiligung über der von 2008. Damals nahmen wegen Barack Obama rund 240'000 Menschen an den Caucuses teil, ein Rekord. Davon konnte am Montag keine Rede sein. Dieses Jahr dürften um die 170 000 Demokraten gekommen sein. Vielleicht ein Zeichen, dass die Parteibasis nicht sehr enthusiastisch ins Wahljahr blickt.

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