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«Angriffe gegen Clinton Foundation sind reine Parteipolitik»

Erst seit seine Frau für das US-Präsidentenamt kandidiere, werde die Clinton Foundation so heftig attackiert, sagte Bill Clinton in einem TV-Interview.

Der frühere US-Präsident Bill Clinton hat seine wegen ihrer Spendenpraxis in die Kritik geratene Familienstiftung verteidigt. Attacken auf die Wohltätigkeitsorganisation seien reine Parteipolitik vor dem Hintergrund der Präsidentschaftskandidatur seiner Frau Hillary, sagte Clinton in einem Interview des Senders Bloomberg TV in Denver. Zugleich räumte er ein, dass einige Spenden fragwürdig erscheinen mögen, wenn sie durch die politische Brille betrachtet würden. Das Geld sei jedoch nur mit den besten Absichten angenommen worden.

Nach dem Ende seiner Präsidentschaft hatte Clinton vor mehr als zehn Jahren seine gleichnamige Stiftung ins Leben gerufen. Damals habe niemand gedacht, dass seine Frau Hillary sich einmal ums Weisse Haus bewerben oder dass «allem, was wir tun, mit dem Vorwurf des Fehlverhaltens» begegnet werden würde, sagte Bill Clinton.

Geld gegen diplomatische Gefälligkeiten?

Konkret steht der Vorwurf im Raum, seine Frau habe in ihrer Zeit als Aussenministerin ausländischen Regierungen im Gegenzug für Spenden für die Stiftung diplomatische Gefälligkeiten erwiesen.

Dazu verwies Clinton auf eine Spende über 500'000 Dollar von der algerischen Regierung im Jahr 2010. Damit verstiess seine Wohltätigkeitsorganisation gegen eine Anordnung der US-Regierung, wonach Stiftungen keine Beiträge von ausländischen Staaten annehmen dürften. Die algerische Spende sei aber zwei Tage nach dem Erdbeben auf Haiti mit mehr als 230'000 Toten geflossen, sagte Clinton. Dort seien die Verletzten auf den Strassen mit Wodka betäubt worden, weil die Krankenhäuser zerstört gewesen seien. Da habe er Hilfe von jedem angenommen.

Bush und Romney traten für Stiftung auf

Die Clinton Foundation habe eine strikte Anti-Korruptions-Politik, sagte er weiter. Im Übrigen hätten etliche Republikaner, darunter sein Nachfolger George W. Bush und der im Jahr 2012 unterlegene Präsidentschaftskandidat Mitt Romney bei Veranstaltungen der Stiftung gesprochen.

Clinton äusserte sich auch zur Kritik an seinen üppig bezahlten Reden. Sollte seine Frau zur Präsidentin gewählt werden, werde er damit aufhören, gegen Bezahlung Vorträge zu halten. In diesem Fall wäre es auch an seiner Gattin zu entscheiden, ob er weiter in der Clinton Foundation aktiv sein solle, fügte Clinton hinzu.

SDA/chk

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