Die Schweiz soll im Iran-USA-Streit vermitteln

Während sich die Situation im Nahen Osten verschärft, sollen die USA der Schweiz ihre Nummer gegeben haben - damit der Iran anrufen könne.

Atom-Konflikt zwischen USA und Iran spitzt sich zu: In der iranischen Hauptstadt Tehran gingen Menschen auf die Strasse. (10. Mai 2019)

Atom-Konflikt zwischen USA und Iran spitzt sich zu: In der iranischen Hauptstadt Tehran gingen Menschen auf die Strasse. (10. Mai 2019)

(Bild: AFP STR)

Im Konflikt mit dem Iran verstärken die USA ihre Militärpräsenz im Nahen Osten: Wegen der erhöhten Gefahr eines iranischen Angriffs werde ein Kriegsschiff und ein Flugabwehrraketensystem in die Region verlegt, teilte das US-Verteidigungsministerium am Freitag in Washington mit. Erst vor einigen Tagen hatten die USA den Flugzeugträger «USS Abraham Lincoln» und mehrere B-52-Langstreckenbomber dorthin geschickt.

Doch die USA sind auch gewillt, mit dem Iran zu sprechen. Daher soll das Weisse Hauss gemäss einem Bericht von CNN der Schweiz eine Telefonnummer gegeben haben, unter der der Iran die USA erreichen könnte. Die aus Diplomaten-Kreisen stammende Quelle aber sagte, dass keine Nummer weitergegeben werde, sollte der Iran nicht wirklich danach fragen. Das Weisse Haus gab dem Sender auf Anfrage keinen Kommentar ab.

Teheran reagiert gelassen

Das jüngste in die Region geschickte Kriegsschiff, die «USS Arlington» hat unter anderem Marineinfanteristen und Amphibienfahrzeuge an Bord sowie ein Raketenabwehrsystem des Typs Patriot. Die USA reagierten damit, auf «Hinweise erhöhter iranischer Bereitschaft zu Angriffseinsätzen gegen US-Truppen und unsere Interessen», hiess es.

Der Iran nahm die Entsendung der «USS Abraham Lincoln» gelassen, kündigte vor wenigen Tagen aber an, einige Auflagen aus dem Atomabkommen von 2015 nicht mehr einzuhalten. Die USA verhängten kurz darauf neue Sanktionen gegen die iranische Wirtschaft.

roy/SDA

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