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Zwei Dörfer, zwei VerfahrenAufregung um zwei 5G-Antennen

Die Swisscom durfte in Kirchdorf aufrüsten, Konkurrentin Sunrise dagegen muss in Jaberg warten. Das sorgt für Ärger.

Die Handyantenne in Jaberg steht zwar nah an den Häusern, aber noch in der Landwirtschaftszone. Deshalb darf sie nicht ohne Baubewilligungsverfahren auf 5G aufgerüstet werden.
Die Handyantenne in Jaberg steht zwar nah an den Häusern, aber noch in der Landwirtschaftszone. Deshalb darf sie nicht ohne Baubewilligungsverfahren auf 5G aufgerüstet werden.
Foto: Adrian Moser

Zuerst meldete sich der Gemeinderat von Kirchdorf zu Wort. In der neusten Ausgabe der «Dorfpost» informierte er darüber, dass am Antennenmast mitten im Dorf seit kurzem auch der umstrittene Mobilfunkstandard 5G laufe. Die Swisscom als Betreiberin habe die notwendigen Arbeiten bereits Ende August erledigt – es handle sich um eine «reine Aufrüstung», die gemäss Auskunft der zuständigen kantonalen Fachstelle «als Bagatellfall» gelte und damit «nicht baubewilligungspflichtig» sei.

Nur Tage später bekamen die Kirchdorferinnen und Kirchdorfer wieder Post. Diesmal hielten sie die «Gantrischzeitung» in den Händen, und darin lasen sie zu ihrer grossen Verwunderung: In der Nachbargemeinde Jaberg ist das 5G-Zeitalter noch nicht angebrochen. Die Swisscom-Konkurrentin Sunrise habe die dortige, ebenfalls nah an den Häusern erbaute Handyantenne zwar ebenfalls im Bagatellverfahren umgebaut. Doch weil der Gemeinderat Widerstand geleistet und in einem Verfahren vor dem Kanton gewonnen habe, müsse der neue Dienst nun vorläufig abgeschaltet bleiben.

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