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Importe steigen starkAuf Schweizer Teller kommt mehr deutsches Schweinefleisch

Trotz dem Corona-Skandal um die Grossmetzgerei Tönnies ist deutsche Importware gefragt wie lange nicht mehr.

In der Schweinehaltung gibt es in der Schweiz strengere Vorschriften als in Deutschland.
In der Schweinehaltung gibt es in der Schweiz strengere Vorschriften als in Deutschland.
Foto: Keystone

Bis zu 25’000 Schweine schlachtet der deutsche Fleischverarbeiter Tönnies im Normalbetrieb täglich in seinem Werk in Ostwestfalen. Im Sommer stand es plötzlich still. Rund 1400 Mitarbeiter hatten sich mit dem Coronavirus infiziert. Die prekären Arbeitsbedingungen der Angestellten kamen ans Licht: Tiefe Löhne sind in deutschen Schlachthöfen üblich und ebenso Massenunterkünfte für die Mitarbeiter auf engstem Raum.

Trotz der negativen Schlagzeilen ist deutsches Schweinefleisch in der Schweiz äusserst gefragt. Die Importzahlen schnellten dieses Jahr in die Höhe. Rund 5300 Tonnen waren es in den ersten neun Monaten. Davon kamen 4400 Tonnen aus Deutschland. Im Vergleich zur Vorjahresperiode liegt das Plus deutscher Produkte bei 34 Prozent, und gemessen am selben Zeitraum 2018 wurde sogar neunmal mehr deutsches Schweinefleisch eingeführt.

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