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LeserreaktionenAuf Saanen wartet ein Millionensegen

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu aktuellen Themen.

Die Eigentümer der Luxuschalets am Oberbort in Gstaad werden künftig stärker zur Kasse gebeten.
Die Eigentümer der Luxuschalets am Oberbort in Gstaad werden künftig stärker zur Kasse gebeten.
BOM

Zu «Auf Saanen wartet ein Millionensegen»

Einheimische werden zur Kasse gebeten

Linke Parteien haben sich förmlich verbissen in die Idee, durch Neubewertung der Liegenschaften im Saanenland die Millionärinnen und
Millionäre zu schröpfen und dadurch die Kantonskasse zu füllen. Dabei geht vergessen, dass in erster Linie die einheimische Bevölkerung – Arbeitnehmer, Familien und Rentner, ob Eigentümer oder Mieter – zur Kasse gebeten wird. Diese Massnahmen haben für diese Kreise weitreichende negative Folgen. Wenn schon eine
Neubewertung, dann muss diese differenziert und nicht linear erfolgen.

Urs Jörg, Schönried

Zu «Fair ist anders?»

KMU-Kampagne ist eine reine Farce

Mit seiner Recherche unter dem Titel «Fair ist anders?» hat der Redaktor die Kampagne «Fair ist anders!» des kantonalen Gewerbeverbands Berner KMU unter die Lupe genommen. Unter diesem Titel kämpft der Verband der kleinen und mittleren Unternehmen seit Jahren gegen die staatliche Konkurrenz. Es würden bloss gleich lange Spiesse gefordert, monierte etwa Verbandspräsident Toni Lenz. Gleichzeitig verheimlichte er aber, dass der KMU-Direktor Christoph Erb finanziell lukrative Verwaltungsratsmandate in staatsnahen Betrieben ausübt. Und zuletzt hat nun der Redaktor aufgedeckt, dass Berner KMU sein Verbandsmagazin durch einen staatsnahen Betrieb vermarkten lässt. Meine Schlussfolgerung: Die Kampagne «Fair ist anders!» ist eine reine Farce.

Hubert Wili, Ittigen

Zu «Die EU stellt sich hinter griechischen ‹Schild›»

Mit Tränengas und scharfer Munition empfangen

Wenn der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan zu Recht böse auf die EU ist, rechtfertigt es noch lange nicht, Frauen und Kinder in den Tod zu schicken. Tausende wollen in die EU, und wenn ein Staatschef verkündet, dass die Grenzen geöffnet werden, ist es logisch, dass die Flüchtlinge aus ihren Zeltcamps Richtung Grenze und Griechenland laufen. Dort werden sie mit Tränengas und scharfer Munition empfangen anstelle von Angela Merkel und heissem Tee. Dies ist für die EU, die grosse Versprechen abgegeben hat, menschenunwürdig. Es gleicht der Situation der Juden im Zweiten Weltkrieg. Jahr für Jahr finden Gedenkfeiern für die unzähligen Verstorbenen statt, und jetzt wird fast alles wiederholt. Doch die ganze Menschheit ist derzeit mit Fiebermessen und Händedesinfizieren beschäftigt. Und Demos mit mehr als 100 Teilnehmern sind sowieso undenkbar. Also passiert mal wieder gar nichts. Spart doch das Geld für die unzähligen unnötigen Weltorganisationen in Brüssel, die ausser plaudern nichts tun wollen.

Theres Schweizer, Kehrsatz

Zitat des Tages

Man hätte ohne Weiteres den Wehrleuten den WK schenken und dabei hunderte von Millionen sparen können.»

Albert Kuhn, Jegenstorf
Zum Coronavirus

Zum Coronavirus

Die Bedrohungslage ist gleich null

Obwohl die Gefahren des Coronavirus überall bekannt sind, führt das Militär Wiederholungskurse (WK) durch. Die momentane Bedrohungslage ist gleich null. Man hätte ohne weiteres den Wehrleuten den WK schenken und dabei Hunderte von Millionen sparen können. Der drohende Produktionsausfall könnte zumindest gemildert werden. Wie viele Wehrmänner werden wohl noch erkranken?

Albert Kuhn, Jegenstorf

Zu «Juristen des Bundes mischen sich ein»

Ethisches Geschäften in Entwicklungsländern

Gut, dass sich renommierte Juristen zur Konzernverantwortungsinitiative äussern. Aber eigentlich ist das Ganze gar nicht so kompliziert. Es geht lediglich um Firmen mit schweizweit mindestens 500 Mitarbeitenden und einige wenige KMU, die in speziell exponierten Branchen, wie beispielsweise im Goldhandel, tätig sind. Die Initiative verlangt nur, dass diese Unternehmen unsere Standards im Umweltschutz und für die Menschenrechte bei ihren Aktivitäten im Ausland einhalten. Konzerne sollen nicht nur von den Vorteilen eines
Standorts in der Schweiz profitieren: Politische Stabilität, günstige Steuern, Finanzen und gute Ausbildung für Fachkräfte dürfen auch etwas kosten. Wir verlangen dafür ethische und christliche Geschäftspraktiken auch in Entwicklungsländern. Akzeptieren wir diese Initiative ohne Verwässerungen.

Martin Liechti, Maur

Zu «‹Ich weiss nicht, wie es weitergehen soll›»

Ernüchterung und Klarheit haben Einzug gehalten

Die Folgen der Räumung des Munitionslagers in Mitholz werden nun langsam ersichtlich. Mit dem Infoanlass in der Turnhalle Kandergrund haben Ernüchterung und Klarheit Einzug gehalten, wie lange es dauern wird, bis die Munition restlos geräumt wird. Die Auswirkungen sind sehr einschneidend für die Bewohner von Mitholz. In diesem Zusammenhang werden im Moment verschiedene Punkte, die den Kanton Bern betreffen, mit allen politischen Mitteln geprüft. Damit Vorstösse im Grossen Rat angenommen werden, sind seriöse Abklärungen mit der Verwaltung und intensive überparteiliche Gespräche notwendig. Effekthascherei ist aus Rücksicht gegenüber der Mitholzer Bevölkerung nicht fair und unangebracht. Sobald die nötigen Abklärungen gemacht sind, wird deshalb ein Vorstoss zu dieser Frage eingereicht, der die raumplanerischen Anliegen der Gemeinde Kandergrund in den Vordergrund stellt und die Betroffenen vor zusätzlichen finanziellen Belastungen möglichst schützen soll.

Ernst Wandfluh, Kandergrund, SVP-Grossrat