«Auf der Bühne will ich unterhalten»

Lorenz Pauli und Sr. Lydia Schranz sprechen auf dem Diaconis-Bänkli im Marzili über hüpfende Herzen und schwierige Situationen.

Auf dem Diaconis-Jubiläums-Bänkli im Marzili trifft Diakonisse Lydia Schranz auf den Schriftsteller Lorenz Pauli.

Intime «Bänkligespräche»

Auf sechs eigens für das Jubiläumsjahr von Diaconis designten Bänkli lernen sich je zwei Gesprächspartner kennen und unterhalten sich zu einem bestimmten Thema. Im vierten Gespräch trafen sich Schwester Lydia Schranz und der Schriftsteller Lorenz Pauli im Marzili und sprachen über das Thema «Herzensanliegen». Auf der Bühne will Lorenz Pauli unterhalten und es ist ihm ein Herzensanliegen, dass er dabei als Botschafter des Lachens auftritt. «Humor ist der Motor in meinem Leben», sagt der Autor. Auch für Sr. Lydia Schranz, früher Oberin der Berner Diakonissen, ist Freude zeigen ein Herzensanliegen. Das ganze spannende Gespräch gibt es als Video.

Für das Jubiläumsjahr der Stiftung Diaconis sind verschiedene weitere öffentliche Veranstaltungs- und Gesprächsformate geplant, um die Geschichte von Diaconis und deren heutige gesellschaftliche Relevanz aufzuzeigen und das Lebenswerk der Schwesterngemeinschaft zu würdigen.

Exklusive Konzerte in der Diaconis-Kirche

Zu ganz besonderen Begegnungen kommt es auch in der Diaconis-Kirche. Nach den beiden Konzerten von James Gruntz und Steff la Cheffe im April trifft am Sonntag, 27. Oktober 2019, der preisgekrönte Schriftsteller Arno Camenisch auf Jütz und das Kammerorchester des BSO. Ebenfalls am 27. Oktober erzählt Lorenz Pauli gemeinsam mit dem Bläserquintett des BSO und den jüngsten Streichern des Konsi Bern seine Geschichte zu der Musik «Karneval der Tiere» von Camille Saint-Saëns.

Seit 175 Jahren im Dienst der Mitmenschen

Die Geschichte der Stiftung Diaconis geht auf das im Jahr 1844 von der Patriziertochter Sophie von Wurstemberger gegründete Krankenasyl zurück. Die 1809 geborene Sophie machte bereits in jungen Jahren Krankenbesuche. Was sie brauchte, um die materielle Not anderer zu lindern, sparte sie sich vom Mund ab. 1836 erfolgte der erste Schritt von der Einzel- zur Vereinsinitiative: Auf Sophies Anregung schloss sich ein Kreis von gleichgesinnten jungen Frauen zu einem «Krankenverein» zusammen. Dabei sollte für Seele und Leib gleichermassen gesorgt und im Notfall tatkräftig Hilfe geleistet werden. Aus ihrem Engagement erwuchs das Berner Diakonissenhaus, dessen Pionierrolle bei der Pflegeausbildung weit über die Bundeshauptstadt ausstrahlte. Den Gründungsgedanken, Not in der Gesellschaft lindern zu wollen, trägt Diaconis in die Zukunft, auch wenn sich die Diakonissen heute alle im Ruhestand befinden. «Die Diakonissen und ihre Geschichte sind fester Bestandteil der Stadt Bern», betont Hans Zoss, Stiftungsratspräsident Diaconis. «Aufgrund des Stiftungszwecks hinterfragen wir auch heute stets aufs Neue, was es bedeutet, sich für die Schwächsten der Gesellschaft einzusetzen.»

Mehr Informationen zum 175-Jahr-Jubiläum der Stiftung Diaconis.

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