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Das VideoAuf den Spuren des Umweltskandals beim Blausee

Filmaufnahmen belegen, wie im Steinbruch von Mitholz teilweise verschmutzter Bahnschotter aus dem Lötschberg illegal bearbeitet und deponiert wurde.

«Die ganzen Becken waren weiss mit toten Fischen übersät.» So schildert Fischzuchtmeister Günther Krefeld sein Schockerlebnis vom 21. Mai. Es war nicht der erste solche Fall. Tausende Forellen waren verendet, und der international bekannte Blausee trübte sich jeweils ein.

Der Miteigentümer der Blausee AG, Stefan Linder, machte sich intensiv auf die Suche nach den Gründen. Er stiess auf einen Umweltskandal im wenig oberhalb des Naturparks gelegenen Steinbruch. Dort wurde teilweise giftiger Altschotter aus dem Lötschberg-Scheiteltunnel illegal bearbeitet und deponiert. Statt das kontaminierte Material in einer Spezialanlage zu behandeln, kippten die von der BLS beauftragten Unternehmen Marti und Vigier Altschotter in den Steinbruch.

Linder erklärt im Video seinen Verdacht: Nach starken Regenfällen könnten Giftstoffe ausgewaschen und via Grundwasser in den Naturpark Blausee gespült worden sein. Das Berner Amt für Wasser und Abfall hat die illegale Deponie gestoppt. Die Blausee-Besitzer haben Strafanzeige eingereicht, die Staatsanwaltschaft ermittelt.

6 Kommentare
    Nendaz

    Giftiger Altschotter ? Vielleicht würde jemand mal in dieser Zeitung genau definieren a) was für Gifte im Altschotter zu finden sind und b) woher diese Giftstoffe stammen und wieso sie in den Schotter kommen ! Dan n kann sich nämlich jeder Leser selbst ein Bild darüber machen und muss sich nicht mit Mutmassungen herumschlagen !

    Kommt das Gift nämlich aus den hölzernen Eisenbahnschwellen, dann wären die Bahnorganisationen die grössten Umweltverschmutzer in diesem Lande !