Gemeinderat gegen kontrollierten Kokain-Verkauf

Bern

Der Berner Gemeinderat spricht sich gegen einen kontrollierten Verkauf von Kokain nach dem Vorbild von Cannabis-Social-Clubs aus. Er lehnt eine Motion der Alternativen Linken (AL) ab.

Cannabis ja, Kokain nein: Eine Abgabe von Kokain zu Genusszwecken sei «praktisch nicht umsetzbar», so der Berner Gemeinderat in seiner Antwort auf eine Motion der AL.

Cannabis ja, Kokain nein: Eine Abgabe von Kokain zu Genusszwecken sei «praktisch nicht umsetzbar», so der Berner Gemeinderat in seiner Antwort auf eine Motion der AL.

(Bild: Keystone)

Der Berner Gemeinderat will nichts von einem Pilotversuch für den kontrollierten Kokainverkauf wissen. Er lehnt eine Motion aus den Reihen der Alternativen Linken (AL) ab.

Der Berner Stadtrat hatte im März den Weg für einen Pilotversuch mit sogenannten Cannabis-Social-Clubs gegeben. AL-Stadträtin Christa Ammann möchte einen Schritt weitergehen und auch den kontrollierten Kokainverkauf testen. Das wäre ihrer Meinung nach ein sinnvollerer Ansatz als die Kriminalisierung von tausenden Menschen.

Der Gemeinderat entgegnet in seiner am Montag veröffentlichten Antwort, Pilotversuche zur Abgabe von Kokain und Ritalin an Schwerstsüchtige seien schon in den 1990er-Jahren gescheitert. Heute setze man auf psychotherapeutische und pharmakologische Ansätze. Ausserdem sei Kokain nicht nur gesundheitsschädigend, sondern habe auch ein hohes Suchtpotenzial. Eine Abgabe zu Genusszwecken sei daher «praktisch nicht umsetzbar».

tag/sda

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt