Geringe Resonanz bei den Radfahrern

Pro Velo Emmental befindet sich im Umbruch. Der Vorstand wurde teils neu besetzt, die Velobörse vorläufig gestrichen. Doch die Vereinsmitglieder scheint das wenig zu kümmern.

Der Verein Pro Velo Emmental hätte sich mehr Mitglieder an der Versammlung erhofft.

Der Verein Pro Velo Emmental hätte sich mehr Mitglieder an der Versammlung erhofft.

(Bild: Thomas Peter)

Im Vorfeld der Mitgliederversammlung von Pro Velo Emmental trat Andrea Rüfenacht mit einem Weckruf an die Öffentlichkeit. Der Verein stehe an einem Wendepunkt, erklärte die abtretende Präsidentin. Im Vorstand standen mehrere Wechsel an, die Verkäufe an der Velobörse gingen immer weiter zurück und damit auch die Einnahmen des Vereins.

An der Versammlung sollte nun mit den Mitgliedern über die Zukunft des Vereins diskutiert werden. Gekommen waren am Donnerstagabend dann gerade einmal drei Mitglieder plus der Vorstand. Rüfenacht hatte sich mehr erhofft. «Doch offenbar ist eine Versammlung nicht die Art, wie unsere Mitglieder sich einbringen und mit dem Vorstand kommunizieren wollen», sagt sie am Tag danach.

Mit Klaus Bangerter aus Oberburg und Kurt Gygax aus Burgdorf wurden zwei neue Vorstandsmitglieder gewählt. Sie bilden zusammen mit den Bisherigen Susanne Deierlein und Fabian Glötzner künftig das Gremium. SP-Grossrätin Andrea Rüfenacht und der nicht mit ihr verwandte Ernst Rüfenacht traten nach langjährigem Engagement zurück.

Weil der Vorstand sich selbst organisieren kann und noch kein Präsidium bestimmt wurde, gibt Andrea Rüfenacht dieser Zeitung ein letztes Mal Auskunft. Der Vorstand habe an der Versammlung noch einmal bekräftigt, dass er dringend weitere Leute suche, sagt sie. Die vier Gewählten würden sich nun zusammensetzen und überlegen, wie es weitergehen solle und wie die Vereinsarbeiten aufgeteilt werden könnten.

Dass in diesem Jahr erstmals seit langem in Burgdorf keine Velobörse stattfindet, hat zu keinem Aufschrei geführt. «Das heisst dann wohl, dass es von unseren Mitgliedern so hingenommen wird», vermutet Rüfenacht. Der Vorstand akzeptiere das. Man müsse mit der Zeit gehen und dürfe Altem nicht nachtrauern, sagt sie. Ist die Nachfrage später wieder da und gibt es Leute, die eine Velobörse organisieren wollen, könnte sie laut Rüfenacht auch wieder durchgeführt werden.

Eine Umfrage unter den Mitgliedern habe gezeigt: Ihr Hauptanliegen sei, dass sich der Verein für die Veloinfrastruktur in der Region einsetze. Das habe sich auch der neue Vorstand zum Ziel gesetzt, versichert Rüfenacht. Als Beispiel nennt sie eine gute Radverbindung zwischen Wynigen und Burgdorf. Sie dürfe nicht einfach an der Stadtgrenze aufhören.

Berner Zeitung

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