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LeserreaktionenArbeit der Medien beurteilen

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu aktuellen Themen.

Newspapers and Open Laptop with Blue Screen. Lots of Business Journals and Computer. Magazines with News and Notebook Connected to Internet for Latest Data. Concept for Information and Communication
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Getty Images/iStockphoto

Zu «Held oder Buhmann? Irrelevant, findet Herr Koch»

Arbeit der Medien beurteilen

Es ist verständlich, dass die Medien jetzt, wo Phase zwei und die Sondersession der eidgenössischen Räte ange­fangen haben, versuchen, eine Corona-Zwischenbilanz zu ziehen. Nur sollten sie es kompetenter tun, als dies im Beitrag «Held oder Buhmann» und in den «Rand-Beurteilungen» erfolgt ist. Ein Beispiel: Man fällt auf Ex-Journalist und Kommunikationsberater Manfred Messmer herein, von dem man wissen musste, dass er auch in dieser Angelegenheit ohne wirkliche Kompetenz ist. – Schade, dass man nicht auch die Arbeit der Medien in einer der Randspalten beurteilt. Meiner Meinung nach würde sie mehrheitlich auf die linke Seite gehören, weil man zum Beispiel bis zum Schluss nicht verstanden hat, dass es hier um einen Prozess geht und wie man laut Bundesrat und BAG mit einem solchen umgehen muss. Und weil man lieber kleine Details, über die man vielleicht zweierlei Meinungen haben kann, kritisiert hat, statt das Ganze in den Mittelpunkt zu stellen, zu würdigen und einzuordnen.Hermann Battaglia, Spiez
Zu «Weshalb in der Corona-Krise die Rinder Vorrang hatten»

Unverständliche Handlungsweise

In aller Heimlichkeit (per Notverordnung) und im Schatten der Corona-Krise können die Landwirte für die Viehmärkte, die zurzeit gar nicht stattfinden können, weiterhin auf Kantonsbeiträge zählen. Ein Entscheid, der gefällt wurde, bevor man sich überhaupt der Geschädigten der Pandemie annahm. Während die Situation für unzählige Arbeitnehmende, Selbst­ständigerwerbende, Gastro­nomen und viele weitere immer noch teilweise ungelöst ist und dadurch stets bedrohlicher wird, soll die Landwirtschaft weitgehend geschont werden. Wenn der Regierungsrat über ein Minimum an Rückgrat verfügt, dann erklärt er sich gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern für diese un­verständliche Handlungsweise. Oder ist die Lobby der Landwirtschaft derart stark, dass der Regierungsrat solche Begehren aus der Landwirtschaft einfach durchwinkt?
Hansruedi Remund, Muri. b. Bern

Zu «Airline-Kredite: Die Aufsicht protestiert»

Luftfahrt ihre Aufgabe erfüllen lassen

Die Luftfahrt schafft Zehn­tausende von Arbeitsplätzen, ist für die funktionierende Weltwirtschaft unverzichtbar, der Anteil des europaweiten CO2-Ausstosses ist in der Tendenz klar sinkend. Da gibt es unverbesserliche Menschengruppen, die diesen Wirtschaftszweig mit aller Macht zerstören wollen. An was mag das liegen? Unwissen? Neid? Denn rechnerische Gründe können es nicht sein. Also lassen wir die Luftfahrt ihre Aufgaben erfüllen, die Wirtschaft braucht sie. Die an­gestrebten Umweltziele der Luftfahrt sind ohnehin sehr streng und bedürfen keiner unsinnigen Vorgaben.Erich Weber, Bäriswil

Zu «Die Schweiz geht auf – nur Senioren bleiben isoliert»

Über Ältere zu schimpfen, ist unangebracht

Die heutigen jüngeren Menschen sind im Wohlstand aufgewachsen. Aufgebaut haben diesen Wohlstand die älteren Generationen, die in ihrer Kindheit hart arbeiten mussten, von Freizeit und Ferien nicht zu reden. Heute über diese älteren Menschen zu schimpfen, die sich trotz Corona draussen bewegen, was für sie ebenso wichtig ist wie für die Jüngeren, finde ich sehr unangebracht. Susanne Hächler, Münchenbuchsee

Zu «Wenn die Putzjobs wegen Corona plötzlich wegfallen»

Muss irgendwie nachgeholt werden

Putzjobs soll es auch in Zukunft noch geben, wenn auch mit anderen Ansichten oder Vorstellungen. Jeder Betrieb wird schliesslich auch weiterhin froh um eine Putzkraft sein, ob eine männliche oder weibliche. Da anscheinend vergessen wurde, diese Berufsgruppe zu entschädigen, muss dies irgendwie nachgeholt werden.Martin Fischer, Worb

Zur Corona-Pandemie

Pflegenotstand herrscht schon lange

Nach der ersten Covid-Welle werden die Spitäler «langsam» hochgefahren, und die Pflege befindet sich wieder auf Feld eins: Schuften und rennen, ganze Schichten lang, im Nacken die hohe Verant­wortung den Patienten gegenüber. – Nur jetzt ohne Applaus der Öffentlichkeit. Der Pflegenotstand herrscht schon lange, er kommt nicht erst, wie häufig suggeriert wird. Wir befinden uns in einem Wellenbad. Immer mehr Pflegende werden weggespült oder wagen sich gar nicht erst ins tosende Wasser. Nach dreissig Jahren im Beruf frage ich mich verzweifelt, wie lange ich das noch aushalten kann. Sara Ninck, Pflegefachfrau, Uettligen

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