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Fasnacht im OberaargauFasnachtsabsage: «Es sind Tränen geflossen»

Wegen des Coronavirus findet im Oberaargau keine Fasnacht statt. Die Cliquen werden dazu aufgerufen, auf Darbietungen im öffentlichen Raum zu verzichten.

Betretene Mienen: Marc Häusler, Reto Müller und Stefan Spahr bei der Medienkonferenz, kurz bevor der Gönnerabend hätte beginnen sollen.
Betretene Mienen: Marc Häusler, Reto Müller und Stefan Spahr bei der Medienkonferenz, kurz bevor der Gönnerabend hätte beginnen sollen.
Marcel Bieri

Eigentlich sollte am Freitagabend die fünfte Jahreszeit in Langenthal mit dem Gönnerabend eingeläutet werden. Doch um 16 Uhr informierten die Stadt und die Langenthaler Fasnachtsgesellschaft (LFG): Sämtliche Veranstaltungen der Fasnacht Langenthal werden abgesagt.

Die Medienkonferenz war eine äusserst emotionale Angelegenheit. Sowohl Stapi Reto Müller (SP) als auch Fasnachtsober Stefan Spahr war die Enttäuschung anzumerken. «Es sind Tränen geflossen», sagte Spahr. Man habe den Entscheid aber gemeinsam mit allen Cliquenchefs getroffen.

An anderen Orten wurde bereits definitiv entschieden, dass die Fasnacht dieses Jahr ausfallen muss. Laut Regierungsstatthalter Marc Häusler (SVP) wolle man Verschiebungen und grosse Menschenansammlungen im Oberaargau vermeiden. Die IG Fasnacht Buchsi meldete auf Facebook, die närrischen Tage müssten komplett abgesagt werden.

Auch in Aarwangen, Roggwil, Wynau, Niederbipp, Bleienbach und Wangen an der Aare wurden alle närrischen Aktivitäten für das Wochenende gestrichen.

In Oberbipp findet einzig die Beizenfasnacht am Sonntag im Restaurant Rössli statt, wie die Gemeinde auf ihrer Website schreibt. In Wiedlisbach wurde der Kindermaskenball, der Guggenkontest und der Umzug ebenfalls abgesagt. Die Beizen seien über das Fasnachtswochenende geöffnet.

Ebenfalls steht bereits fest, dass am kommenden Wochenende auch in Huttwil keine Fasnacht stattfindet. Das Verbot des Bundesrats läuft vorerst bis am 15. März.

Seit heute Nachmittag ist die Hotline für Fragen rund um die Erlaubnis von Veranstaltungen mit weniger als 1000 Personen im Kanton Bern in Betrieb, wie die Staatskanzlei mitteilt.

Die Nummer lautet: +0800 634 634. Für medizinische Auskünfte steht die Hotline des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zur Verfügung: Telefonnummer: +41 58 463 00 00.

tg/bey