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Leserreaktionen«All den Putins, Jinpings und Erdogans kann solches nicht passieren.»

Leserinnen und Leser äussern sich zu aktuellen Themen. Unter anderem zum Sturm auf das Kapitol in Washington.

Trump-Anhänger stürmten vergangene Woche das Kapitol in Washington D.C.
Trump-Anhänger stürmten vergangene Woche das Kapitol in Washington D.C.
Foto: AP / Keystone

Zu «Ein Anschlag, der alles verändert»

Präsident Trump hat mit der Anstachelung seiner wild gewordenen Fans zum Sturm auf das Kapitol nicht nur immensen Schaden an Amt und Ansehen der USA angerichtet, er hat den Diktatoren dieser Welt unnötigerweise eine Steilvorlage zu Schadenfreude geliefert. All den Putins, Jinpings und Erdogans kann solches nicht passieren. Sie sorgen vor, indem sie die, die eine andere Meinung haben und nach Demokratie rufen, präventiv in Umerziehungslager und Gefängnisse stecken oder aus dem Land vertreiben. Ihre Schadenfreude ist unangebracht und heuchlerisch. Hansjürg Sieber, Bern

Zu «Parteien fordern einfachere und schnellere Härtefallhilfe»

Es ist kaum zu fassen, was sich Politik und Verwaltung bei der Pandemie alles für Inkompetenzen und falsche Versprechungen leistet. Die Bevölkerung hat die ewige Hin- und Herschieberei langsam satt. Als im Frühling der Bundesrat das Notrecht ausübte, war allen klar, was das bedeutet. Er hat unkompliziert und rasch finanzielle Hilfe angeboten und auch realisiert. Im Sommer meinte das Parlament, dass es nicht sein kann, dass der Bundesrat praktisch in Eigenregie bestimmt, was zu tun sei. Ihm wurde die Kompetenz zur Entscheidung abgenommen. Und was ist die Folge? Jetzt haben wir 26 Kantone mit einer hohen Anzahl an Politikerinnen und Politikern, Chefs der Verwaltung und unzählige Kommissionen, welche schlicht nicht fähig sind, die notwendigen, verständlichen Entscheidungen vorzunehmen, und deshalb weiss heute niemand mehr, was gilt. Lorenz Haberstich, Niederwangen

Zu «Diese Lebensmittel senken das Darmkrebsrisiko»

Gemäss dem Beitrag, der sich auf eine Studie britischer Forscher stützt, soll rotes Fleisch das Darmkrebsrisiko erhöhen. Ich finde diesen Vorwurf nicht gerechtfertigt. Die Kälbermäster-Branche steht ohnehin seit jeher unter Druck – als ehemaliger Metzger weiss ich, wovon ich spreche. Die Edelstücke vom Kalb sind verarbeitungsbedingt so teuer, dass man es sich gar nicht leisten kann, mehrmals pro Woche ein Steak zu konsumieren – also besteht auch kaum ein Krebsrisiko. Ich habe mein Leben lang Fleisch gegessen, heute bin ich 86-jährig. Geschadet hat's mir also offensichtlich nicht. Paul Plattner, Grünen

Zu «Der Kanton Bern lässt die Gastrobranche im Stich»

Wieso springt eigentlich die Nationalbank nicht ein, was die unkomplizierte Entschädigungen der Restaurants betrifft? Warum ist sie nicht schon vorher eingesprungen? Vielleicht hätten sich einige Gastronomen noch über Wasser halten können. Bei dieser Gelegenheit überlegen sich wahrscheinlich wieder viele Gastronomen, woher sie eigentlich ihre Einnahmen bekommen und dass sie ohne ihre Gäste gar nicht lange existieren könnten. Vielleicht überlegen sich auch die Banken einmal, dass sie ohne ihre zahlenden Kunden nicht für lange existieren könnten. In diesen Zeiten wäre die Gelegenheit dazu. Martin Fischer, Worb

Zu «Ob ich meinen Mann liebe, das weiss ich nicht so recht»

Ich gratuliere dem Paar zu 30 Ehejahren. Ich bewundere, wie sie unterschiedlich über die Krankheit berichten. Selber stehe ich mit Asperger-Betroffenen in Verbindung und fühle mich in ihrer Umgebung wohl. Ruhe und Verständnis gehören zur Tagesordnung. Wir dürfen nicht alles auf die Waagschale legen und manchmal auch fragen: Wo liegt das Problem? Rita Stalder, Spiez