Zwei Männer mussten Schlatters Angreifer festhalten

Nur dank dem beherzten Eingreifen von Passanten konnte Beat Schlatter vor schlimmeren Verletzungen bewahrt werden. Eine Ärztin leistete Soforthilfe, noch bevor die Sanität kam.

Werden von Medienschaffenden befragt: Die beiden Maler haben den Täter aufgehalten, der am Freitag Beat Schlatter angegriffen hat. (Bild Stefan Hohler)

Werden von Medienschaffenden befragt: Die beiden Maler haben den Täter aufgehalten, der am Freitag Beat Schlatter angegriffen hat. (Bild Stefan Hohler)

Stefan Hohler@tagesanzeiger

Der Vorfall ereignete sich am vergangenen Freitagmittag. Beim Bahnhof Meilen wurde der 53-jährige Komiker Beat Schlatter von einem Mann auf offener Strasse attackiert. Der Angriff habe ohne Vorwarnung und ohne vorhergegangenen Wortwechsel stattgefunden, heisst es in einer Medienmitteilung.

Schlatter erlitt Kopfverletzungen und wurde im Gesicht verwundet. «Er blutete stark», sagt eine Augenzeugin gegenüber langenthalertagblatt.ch/Newsnetz. Eine Ärztin, die vis-à-vis vom Bahnhof in einer Praxis arbeitete, leistete assistiert von drei Arztgehilfinnen sofort Erste Hilfe. Die alarmierte Sanität brachte Schlatter später ins Spital.

Zwei Maler hielten ihn auf

Der Angreifer sei nach der Tat weggerannt, berichten Augenzeugen. Er wurde von einem Buschauffeur der Verkehrsbetriebe Zürichsee Oberland und zwei Passanten verfolgt. Sie riefen laut: «Haltet ihn, haltet ihn!»

Zwei Maler, die in der Nähe des Bahnhofs auf einer Baustelle arbeiteten, konnten den Mann schliesslich fassen. «Er hat sich auf den Boden gesetzt und in gebrochenem Deutsch geschrien: ‹So ein Arschloch!›», sagt einer der beiden. Weil der Täter Einkaufstaschen in Händen gehalten hat, dachten sie zunächst, er habe etwas gestohlen. Inzwischen waren auch der Buschauffeur und die Passanten hinzugekommen und hielten den Mann in Schach, bis die alarmierte Polizei vor Ort war.

Laut verschiedenen Personen soll der Angreifer, ein 41-jähriger Italiener, bereits früher einen Mann niedergeschlagen und verletzt haben. Der zuständige Staatsanwalt will sich dazu nicht äussern. Er hat ein Verfahren wegen schwerer Körperverletzung eröffnet und Untersuchungshaft beantragt.

langenthalertagblatt.ch/Newsnetz

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