WM-Gold nach schwierigen Jahren

Tessa Worley gewinnt im WM-Riesenslalom überlegen Gold vor Mikaela Shiffrin und Sofia Goggia. Mélanie Meillard wird 13., Simone Wild 14.

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Tessa Worley sichert sich zum zweiten Mal nach Schladming 2013 den Weltmeistertitel im Riesenslalom. Die 27-jährige Französin, die schon nach dem ersten Durchgang deutlich in Führung gelegen hatte, verwies in St. Moritz die Amerikanerin Mikaela Shiffrin um 34 Hundertstel auf Rang 2. Bronze ging mit 0,74 Sekunden Rückstand an die Italienerin Sofia Goggia.

Mit Worley gewann die grosse Favoritin, obwohl sie auch schwierige Jahre mit langwierigen Verletzungen (Kreuzbandriss und Meniskusschäden im rechten Knie) hinter sich hatte. Drei der sieben Riesenslalom in diesem Winter hatte Worley im Weltcup für sich entschieden. Insgesamt sicherte sie sich ihre dritte Einzel-Medaille, nachdem sie schon 2011 Bronze in ihrer stärksten Disziplin errungen hatte. Zwei Tage zuvor hatte Worley überdies schon Gold im Team-Wettbewerb geholt.

34 Hundertstel hinter der Französin erreichte die Amerikanerin Mikaela Shiffrin Platz 2. Die 21-jährige Serien-Siegerin im Slalom sicherte sich damit erstmals auch im Riesenslalom eine Medaille. Im Slalom ist das US-Girl bereits zweifache Weltmeisterin und auch Olympiasiegerin. Den grössten Jubel zeigte indes Sofia Goggia. Die Italienerin hat im Weltcup schon neun Mal einen Podestplatz erreicht, aber noch nie gewonnen. Aber am Donnerstag war das Podium gleichbedeutend mit ihrer ersten Bronzemedaille, wonach sie wahre Freudentänze vollführte.

Simone Wild vergab gute Ausgangslage

Die jungen Schweizerinnen zählten nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Lara Gut nicht zu den Kandidatinnen auf eine Medaille. Mit Mélanie Meillard (13.) und Simone Wild (14.) wussten dennoch zwei Fahrerinnen von Swiss-Ski mit einer Top-15-Platzierung zu überzeugen.

Die 23-jährige Zürcherin Wild hatte als Fünfte nach halbem Pensum gar am Podest geschnuppert, verlor im zweiten Lauf aber viel Zeit und büsste noch neun Ränge ein. Den umgekehrten Weg machte die erst 18-jährige Walliserin Meillard, die sich im zweiten Durchgang vom 21. auf den 13. Rang verbesserte.

«Die Simone hat im zweiten Lauf versucht, noch etwas draufzulegen. Das ist ihr misslungen. Aber man muss schon auf dem Boden bleiben. Zwei Klassierungen in den Top 15 - das ist für beide Fahrerinnen in Ordnung», befand Cheftrainer Hans Flatscher. Im Weltcup waren sowohl Meillard als auch Wild noch nicht oft besser klassiert.

Schwer tat sich die jüngste Fahrerin im Team von Swiss-Ski. Die erst 17-jährige Camille Rast verpasste im ersten Lauf den Vorstoss in die Top 30. Ihr blieb letztlich nur Rang 28. Doch im Hinblick auf die Zukunft dürfte dieser Auftritt dennoch wertvoll sein. Die Schwyzerin Jasmine Suter schied im ersten Lauf.

St. Moritz (SUI). Weltmeisterschaften. Riesenslalom der Frauen:
1. Tessa Worley (FRA) 2:05,55. 2. Mikaela Shiffrin (USA) 0,34 zurück. 3. Sofia Goggia (ITA) 0,74. 4. Federica Brignone (ITA) 0,92. 5. Stephanie Brunner (AUT) 1,30. 6. Manuela Mölgg (ITA) 1,33. 7. Ana Drev (SLO) 1,81. 8. Petra Vlhova (SVK) 1,95. 9. Sara Hector (SWE) 1,96. 10. Nina Löseth (NOR) 1,97.

11. Marta Bassino (ITA) 1,98. 12. Michaela Kirchgasser (AUT) 2,04. 13. Mélanie Meillard (SUI) 2,22. 14. Simone Wild (SUI) und Adeline Baud Mugnier (FRA), je 2,35. 16. Frida Hansdotter (SWE) 2,45. 17. Bernadette Schild (AUT) 2,71. 18. Ragnhild Mowinckel (NOR) 2,84. 19. Tina Weirather (LIE) 2,90. 20. Marie-Michèle Gagnon (CAN) 3,04. – Ferner: 22. Anna Veith (AUT) 3,16. 28. Camille Rast (SUI) 4,55.

(sda/ks/fal)

Erstellt: 16.02.2017, 09:24 Uhr

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