Oberbipp

Stinken soll es nicht

OberbippLandwirt Daniel von Ins will eine Feldrand­kompostmiete installieren. Da er einen Pferdebetrieb führe, seien kaum Geruchsemissionen zu befürchten.

Daniel von Ins wird den Mist seiner Pferde selber zum Chräjenbüelweg transportieren und auf einer Länge von rund 50 Metern ausbreiten (Symbolbild).

Daniel von Ins wird den Mist seiner Pferde selber zum Chräjenbüelweg transportieren und auf einer Länge von rund 50 Metern ausbreiten (Symbolbild). Bild: Fotolia

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Feldrandkompostmieten sind laut Daniel von Ins in der Landwirtschaft kein neues Phänomen und müssen normalerweise nicht mittels eines Baugesuchs bewilligt werden. Er gibt aber zu, dass seine geplante Installation etwas grösser als die üblichen Feldrandkompostmieten ausfallen wird. Am Chräjenbüelweg in Oberbipp will der Landwirt eine rund 50 Meter lange und 4 Meter breite Anlage anbauen.

«Schon in den vergangenen drei Jahren führte ich an einem anderen Standort eine Feldrandkompostmiete für meinen Pferdebetrieb», sagt von Ins. Eigentlich sei alles problemlos verlaufen, doch ein Anwohner habe sich an der Kompostieranlage gestört, und so musste der Oberbipper Landwirt für seine neue und grössere Installation nun ein Baugesuch einreichen.

Hochwertiger Dünger

«Durch den Rottungsprozess am Feldrand entsteht hochwertiger Dünger, den ich auf meinem Feld austragen kann», sagt Daniel von Ins. Er wird den Mist seiner Pferde selber zum Chräjenbüelweg transportieren und auf einer Länge von rund 50 Metern ausbreiten. Alle zwei bis drei Wochen wird der Dung von einem Lohnunternehmen gewendet, bis die ganzen Abfälle nach etwa drei Monaten durchgerottet sind und Daniel von Ins sie auf seinem Land ausbringen kann.

«Da im Pferdemist viel Stroh enthalten ist, riecht es kaum», betont der Oberbipper Landwirt. Einzig beim Wenden könnten geringe Geruchsemissionen entstehen. Die Feldrandkompostmiete ist laut von Ins ökologisch einwandfrei. Und er kann so für seinen Betrieb einen geschlossenen Kreislauf erzeugen. «Ich produziere für mein Land einwandfreien Dünger und muss so weniger Handlungsdünger dazukaufen», so der Landwirt.

In der Landwirtschaftszone

Bauverwalter Matthias Oesch betont, dass die betroffene Parzelle in der Landwirtschaftszone liegt. Daher sei das Amt für Gemeinden und Raumordnung dafür zuständig und nicht die Bauverwaltung selbst. Auch das Amt für Wasser und Abfall habe einen Bericht verfasst.

Da von beiden zuständigen Ämtern positive Berichte eingegangen seien, sei die Feldrandkompostmiete von Daniel von Ins bewilligungsfähig, wie Oesch erklärt. Die Auflage und die Einsprachefrist dauert noch bis zum 8. Mai. Das Baugesuch liegt in der Gemeindeverwaltung Oberbipp auf. (bey/ bey)

Erstellt: 20.04.2017, 10:23 Uhr

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